Die Offenbarungen von Joseph Smith

Daniel C. Petersen
anlässlich einer Fireside in
Offenbach, Deutschland
25. 03. 2011

In diesem Vortrag möchte ich Ihnen eine Vorstellung davon vermitteln, auf welche Weise die Offenbarungen von Joseph Smith ursprüngliche Lehren wiederherstellen – obgleich es viel mehr Beispiele dafür gibt als man in einer Reihe von Vorträgen, geschweige denn in einem einzigen Vortrag, behandeln kann.

In seinem Buch The Rise of Christianity aus dem Jahr 1996 verwendet der bekannte Soziologe Rodney Stark die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wiederholt als Modell, um das Wachstum der frühchristlichen Bewegung zu erklären.[1] Die Kirche, so schrieb er an anderer Stelle, repräsentiert „dieses unglaublich seltene Ereignis: die Entstehung einer neuen Weltreligion”; die Heiligen der Letzten Tage „stehen kurz davor, die erste bedeutende Religion auf Erden zu werden, seit der Prophet Mohammed aus der Wüste ritt”.[2]  Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nahm sich der berühmte Historiker für die Antike, Eduard Meyer, ein Jahr an der Universität in Berlin frei, um die Heiligen der Letzten Tage in Utah zu erforschen.  „Der Mormonismus”, so schloss er, „ist nicht nur eine von zahllosen Sekten, sondern eine neue Offenbarungsreligion. Was beim Studium anderer Offenbarungsreligionen nach anstrengender Forschungsarbeit lediglich gemutmaßt werden kann, ist hier über zuverlässige Zeugen direkt zugänglich. Daher stellen der Ursprung und die Geschichte des Mormonismus für den Studenten der Religionsgeschichte einen großen und ungewöhnlichen Wert dar.”[3]

Solche Aussagen überraschen Heilige der Letzten Tage nicht. Von Anfang an haben wir verstanden, dass unsere Kirche und unsere Lehren die Wiederherstellung alter Originale darstellen, insbesondere eines hebräischen Christentums, das noch nicht von der griechischen Philosophie umgeformt wurde. „Der Mormonismus”, ein Spitzname für die echte Religion der Heiligen der Letzten Tage, „gibt nicht vor, etwas Neues zu sein”, sagte Lorenzo Snow, der fünfte Prophet und Präsident der Kirche zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts,

neu ist er nur für diese Generation. Er erklärt sich selbst zum ursprünglichen Erlösungsplan, eingerichtet im Himmel, bevor diese Welt bestand und von Gott den Menschen in verschiedenen Zeitaltern offenbart. Wir, als Volk, glauben fest daran, dass Adam, Henoch, Noah, Abraham, Mose und andere ehrenhafte Menschen in früherer Zeit diese Religion nacheinander in einer Serie von Ausschüttungen besaßen. Für uns war das Evangelium, das uns der Erlöser in der Mitte der Zeiten lehrte, ein wiederhergestelltes Evangelium, dessen Urheber er jedoch in seinem vorirdischen Zustand gewesen war. Kurz gesagt, der Mormonismus ist das ursprüngliche Evangelium, das wieder gebracht wurde — dieses Mal zur Einleitung der letzten Ausschüttung, zur Hinführung auf das Millennium und für den Abschluss des Erlösungswerks auf diesem Planeten.[4]

Auf ihrem Treck nach Westen waren die Heiligen der Letzten Tage das Lager Israels, angeführt von einem amerikanischen Mose, Brigham Young.[5] Die ersten Pionier-Gruppen überquerten den Mississippi, ohne nasse Füße zu bekommen, getragen von einer Brücke aus Eis, die ihnen wie „trockener Boden im Meer” erschien, der es den Israeliten ermöglichte, den Armeen des Pharao zu entkommen.[6] Viele erinnerten sich später an die wundersame Versorgung mit Wachteln und einer Substanz, die „Honigtau” genannt wurde und an das biblische „Manna” erinnerte, die, genau wie in der Geschichte des Exodus Israels, das Volk vor dem Verhungern rettete.[7] Das Große Becken ist übersät mit Ortsnamen aus dem Alten Testament wie Enoch, Ammon, Manassa, Moab, Ephraim, Ophir, Goshen, Mount Nebo, Samaria und Zion, Namen, die von diesem Selbstverständnis zeugen. Tempel und Tabernakel zieren unsere Landschaft.  Propheten, Seher, Apostel, Diakone, Priester, Bischöfe und Patriarchen, die zwei Ordnungen des Priestertums angehören, die nach den Personen Aaron und Melchisedek aus dem Alten Testament benannt sind, bilden unsere Beamtenschaft.[8] Als die Pioniere einen Fluss fanden, der von einem Süßwassersee in ein riesiges, lebensfeindliches Salzwasserbecken führte, nannten sie diesen ganz selbstverständlich Jordan. Nach Ansicht derjenigen, die die Besiedlung des Gebiets westlich der Rocky Mountains anführten und daran teilnahmen — dies geschah durch den Zustrom englischer, skandinavischer und deutscher Pioniere — war dies die wortwörtliche Sammlung des modernen Israel aus seiner langen Zerstreuung.[9]  Die Vollmacht, diese Sammlung einzuleiten und zu führen, wurde Joseph Smith und Oliver Cowdery bei einem Besuch des alten Propheten Mose im Tempel in Kirtland, Ohio, im April 1836 übertragen.  Auch heute noch sind die Rückkehr der Juden nach Palästina und der weiterhin bemerkenswerte missionarische Erfolg der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Teil desselben fortlaufenden Prozesses.[10]

Aber nicht nur die Heiligen der Letzten Tage erkennen die bemerkenswerten Parallelen zwischen unserer Kirche und älteren Bewegungen. Wie der große deutsche Sozialtheoretiker Max Weber erkannte, „ähnelt Joseph Smith bis ins Detail Mohammed und vor allem sämtlichen jüdischen Propheten”.[11]  Der herausragende amerikanische Literaturkritiker Harold Bloom nennt ihn „ein authentisches religiöses Genie” und staunt angesichts seiner mysteriösen Fähigkeit, das wiederherzustellen, was Bloom „die archaische jüdische Religion” nennt.[12]  Auch der finnische Gelehrte Heikki Räisänen schrieb über die traumwandlerisch sichere Art, in der Joseph Smith auf die hervorstechenden Probleme in den alten Schriften stieß und eine Lösung für diese anging.[13]  Der Exodus der Heiligen nach Westen bzw. die Hegira, wie dieser oft treffend genannt wird, machte aus ihnen ein Volk und nicht nur eine weitere amerikanische Konfession.[14]  Obwohl wir „aus jedem Stamm, jeder Sprache, jedem Volk und jeder Nation” stammen, sind wir zu einer eigenständigen Gruppe mit eigener Geschichte und gemeinsamer Kultur geworden, wie die  Harvard Encyclopedia of Ethnic Groups klug erkennt.[15]  Angesichts dessen ist es verständlich, dass Heilige der Letzten Tage häufig die Worte des Apostels Petrus zitieren, mit denen er sich an die Christen seiner Zeit wendet und die wir auf uns selbst beziehen:

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.
Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk: einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.[16]

Für gläubige Mitglieder der Kirche ist es keine Beleidigung, sondern eher eine heimliche Genugtuung, dass andere erkennen, dass unsere Geschichte und unsere Lehren das wiederaufnehmen, was vor uns war. Der österreichische Gelehrte Georg Molin reflektierte 1954 über die Schriftrollen vom Toten Meer und über die Gemeinschaft, die diese anscheinend erstellt und bewahrt hat.  Die Bezeichnung „Heilige der Letzten Tage”, so meinte er, gehöre zwar zu einer modernen religiösen Bewegung, könnte aber ebenso für die alten Autoren und Bewahrer der Schriftrollen gelten.[17]  Die Geschichte einer prophetischen Gestalt, die ihre Anhänger in eine lebensfeindliche Wildnis an den Ufern eines Salzwassersees führt, wo sie Schutz vor Verfolgung finden können, stellt zweifellos eine Parallele zur Geschichte der Heiligen der Letzten Tage dar.[18]

Doch ein Vergleich der Geschichte des Buch Mormons der Grundlage der Kirche erscheint noch bemerkenswerter. Im Buch Mormon wurde Lehi, ebenso wie der „Lehrer der Rechtschaffenheit“ von Qumran, sowohl von Offenbarung, wie auch von einem Gefühl der Gefährdung, des Abfalls und des bevorstehenden Gerichts in Jerusalem angetrieben und führte seine Anhänger in die Wüste von Judäa. Ebenso wie die Leute vom Toten Meer brachten er und seine Nachfolger eine beachtliche religiöse Literatur hervor, teilweise auf Metallplatten. Und schließlich verbargen die letzten Bewahrer diese Aufzeichnungen — angesichts der militärischen Vernichtung, genau wie die zum Untergang verdammten Sektierer von Qumran — in einem Hügel, aus dem sie zu einem späteren Zeitpunkt hervorkommen sollten. Die Geschichte eines auf Metall eingravierten Buches, verborgen in einem Steinbehälter in einem Hügel, bewacht von einem Engel, weist faszinierende Parallelen zu anderen antiken Dokumenten auf.  Wir wissen heute, dass das Schreiben religiöser Texte auf Metallplatten (manchmal auf Gold), tatsächlich in der Antike praktiziert wurde. Diese Vorgehensweise scheint tatsächlich zur richtigen Zeit und genau an dem Ort aufzukommen, an dem das Buch Mormon seinen Ursprung hat.[19] Sogar die Form der Platten des Buches Mormon, wie sie von denjenigen, die diese sahen, sowie in dem Buch selbst beschrieben wurde, scheint auf bemerkenswerte Art die Vorgehensweise im alten Israel widerzuspiegeln.[20]

Joseph Smith erhielt die Platten am 22. September 1827 vom Engel Moroni — dies war nicht nur die Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst, sondern auch der jüdische Neujahrstag, Rosch Haschana, der sogenannte „Geburtstag der Welt”.[21] Das Buch Mormon scheint immer besser in den Kontext der alten Welt zu passen, aus dem es ja stammen soll.[22]  Dies ist bemerkenswert, angesichts der Tatsache, dass seine Übersetzung und das Diktieren scheinbar innerhalb von rund 63 Arbeitstagen abgelaufen sind — eine rasende Geschwindigkeit, bei der fast 8,5 Seiten pro Tag (in der aktuellen englischen Ausgabe) hervorgebracht wurden, und dies ohne Überarbeitungen und umfangreichere Korrekturen.[23]  Und es entstand in einem Kontext, den man als „Informationsvakuum” bezeichnen kann, hervorgebracht wurde es durch einen wenig gebildeten jungen Mann, der praktisch keinen Zugang zu jeglicher Art von Informationen über die Antike hatte.[24]  Doch Joseph Smiths Bericht über den Übersetzungsvorgang, gemäß dem er ein priesterliches Hilfsmittel verwendete, das in Alten Testament Urim und Thummim genannt ist, wird von der modernen Forschung  zu diesem recht mysteriösen Objekt auf bemerkenswerte Weise gestützt.[25]

Das Buch, das daraus entstand, ist gespickt mit authentischen antiken Namen, von denen viele in der Bibel oder in anderen Quellen, die Joseph Smith zur Verfügung standen, nicht vorkommen.  Der Name von Lehis Frau Saria beispielsweise, der außerhalb des Buch Mormons nicht zu finden war, ist nun in antiken jüdischen Dokumenten aus Ägypten aufgetaucht.[26]  Auch der nicht-biblische Name Nephi gehört genau in die Zeit und das in Umfeld der ersten Person im Buch Mormon, die ihn trägt.[27]  Andere Namen, die nur im Buch Mormon vorkommen, wie Abisch, Aha, Ammoniha, Kemisch, Hagot, Himni, Isabel, Jarom, Josch, Luram, Matoni, Matonihach, Muloki, Sam und Schul sind nun in alten Dokumenten nachgewiesen.[28]  Zwei Männer namens Alma kommen im Buch Mormon vor. Und natürlich läuft dies den Erwartungen zuwider: Falls Joseph Smith diesen Namen überhaupt aus seiner Umgebung kannte, dann als lateinischen Frauennamen.  (Viele werden den Ausdruck alma mater kennen, der „wohltätige Mutter” bedeutet.) Kürzlich entdeckte Dokumente zeigen jedoch, dass Alma im antiken Nahen Osten auch als semitischer männlicher Personenname in Erscheinung tritt — ebenso wie im Buch Mormon.[29]  Als letztes Beispiel bezeichnet Jerschon einen Ort, der dem Volk Ammon als „Land . . . ihres Erbteils” gegeben wurde.[30]  Jerschon bedeutet auf Hebräisch „ein Ort des Erbteils”.[31]  Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der ungebildete Schuljunge Joseph Smith dies in den späten 1820er Jahren wusste.

Das Vorhandensein der typisch antiken literarischen Struktur bzw. der Technik, die als Chiasmus bekannt ist — eines komplexen rhetorischen Musters, das von Bibelgelehrten erst Jahrzehnte nach dem Märtyrertod Joseph Smiths in Illinois zur Kenntnis genommen wurde — ist eine weiterer mächtiger Hinweis auf den antiken Ursprung des Berichts.[32]  (Dieselbe literarische Struktur ist nun im Amerika der vorkolumbianischen Zeit entdeckt worden.)[33]  In einem beeindruckenden Beispiel für einen Chiasmus stützt sich das entscheidende Wortspiel auf die Äquivalenz zwischen dem Wort Herr und dem Königsnamen Zedekiah.[34]  Doch diese Wörter sind nur für einen Leser äquivalent, der weiß, dass der Ausdruck Herr wahrscheinlich (wie in der King James Bibel der Fall) für den göttlichen Namen Jehova oder Jahwe steht und dass das Element -iah in Zedekiah -i-a-h  bzw. yah– der erste Teil desselben göttlichen Namens ist. Der Chiasmus funktioniert daher besser als auf Hebräisch als auf Englisch oder Deutsch, was ein wichtiger Hinweis auf die Original-Sprache des Buch Mormons zu sein scheint.[35]

Mehrere Details aus dem Text des Buch Mormons scheinen die Vorstellung zu stützen, dass es sich bei dem Buch um eine recht wörtliche Übersetzung eines antiken Dokuments handelt.[36]  Ebenso wie in der althebräischen Sprache werden Pfeile „geworfen”.[37]  Genau wie in der altsemitischen Konstruktion, die „verwandter Akkusativ” genannt wird, ist das Wort, das das Objekt eines Verbs bildet, von demselben Stamm abgeleitet wir das Verb selbst.  „Siehe”, sagt der Prophet Lehi, „ich habe einen Traum geträumt”.[38]

Auch das that [dass] in Ausdrücken wie „because that they are redeemed from the fall” [„weil sie vom Fall erlöst sind”] und „because that my heart is broken” [„weil ja mein Herz reuig ist”] ist eindeutig redundant und ein Hebraismus. [makes no sense in the German translation, remark of the translator][39]

Doch einige hebräische Konstruktionen, die noch in der ersten Ausgabe des Buch Mormons (1830) vorhanden waren, wurden später gelöscht, um das Buch auf Englisch und Deutsch besser lesbar zu machen. Ein beeindruckendes Beispiel findet sich in einer Reihe von Konditionalsätzen in Helaman 12:13-21.  Auf Deutsch steht an dieser Stelle üblicherweise ein wenn-Satz (entweder mit dem Wort wenn oder einem ähnlichen Wort), der einen hypothetischen Zustand ausdrückt, gefolgt von einem Ergebnis-Satz, der beschreibt, was geschieht, wenn die hypothetische Bedingung erfüllt ist.  Zum Beispiel: „Wenn du nicht lernst, wirst du durchfallen.”  Der Ergebnis-Satz kann beispielsweise das Wort dann enthalten, meist ist dies aber nicht der Fall. Im Gegensatz dazu kann der Ergebnis-Satz eines Konditional-Satzes auf Althebräisch durch das Wort wa („und”) eingeleitet werden, so dass der Satz als wennund-Satz bezeichnet werden kann.[40]  Das Auftreten des wennund-Konditionalsim Buch Mormon des Jahres 1830 scheint darauf hinzuweisen, dass es nicht der Vorstellung eines Englisch-Muttersprachlers entstammte, sondern eine recht wörtliche Übersetzung eines hebräischen Originals darstellt.

Ja, und wenn er zur Erde spricht: Bewege dich — und bewegt sie sich.
Ja, wenn er zur Erde spricht: Du sollst zurückgehen, so dass der Tag um viele Stunden verlängert sei — und geschieht es so,
Und weiter, siehe, wenn er zu den Wassern der großen Tiefe spricht: Trocknet aus – und geschieht es so.
Siehe, wenn er zu diesem Berg spricht: erhebe dich und komme herüber und falle über diese Stadt, dass sie völlig begraben sei — siehe und geschieht es so.
Und wenn der Herr sagt: Sei verflucht, sodass kein Mensch dich finden kann von dieser Zeit an und für immer — siehe, und erlangt ihn kein Mensch fortan und für immer.
Und siehe, wenn der Herr zu einem Menschen spricht: Wegen deiner Übeltaten sollst du verflucht sein immerdar — und wird es geschehen.
Und wenn der Herr spricht: Wegen deiner Übeltaten sollst du von meiner Gegenwart abgeschnitten sein — und wird es geschehen.[41]

Diese Verse stammen aus dem Buch Helaman. Aber hören Sie sich an, wie diese bekannten Zeilen aus dem Buch Moroni einst lauteten:

und wenn ihr mit aufrichtigem Herzen, mit wirklichem Vorsatz fragt, und Glauben an Christus habt, und wird er euch durch die Macht des Heiligen Geistes kundtun, dass es wahr ist.[42] (Moroni 10:4)

Es ist kaum vorstellbar, dass ein Englisch-Muttersprachler wie Joseph Smith solche Sätze bildet. Doch sie spiegeln korrektes Hebräisch wider.

Wie wir nun wissen, sind Lehis Vision von Gott und die damit einhergehende Berufung als Prophet ein Musterbeispiel für solche Visionen und Berufungen, wie sie auch in der antiken Literatur auftreten und sie enthält die Motive des himmlischen Buches und des göttlichen Rates, die erst in den letzten Jahrzehnten die Aufmerksamkeit der Gelehrten erweckt haben.[43]  Auch die Bilder von Nephis folgender Vision sind tief verwurzelt im Symbolismus des antiken Nahen Ostens, mit dem Joseph Smith nicht vertraut sein konnte und die direkt auf einen Ursprung im Israel vor der Babylonischen Gefangenschaft hindeuten.[44] In diesem Lichte ist es nicht überraschend, dass der Bericht über Jerusalem kurz vor der Babylonischen Gefangenschaft, der am Anfang des Buches Mormon gegeben wird, immer plausibler wird, je weiter die Forschung voranschreitet.[45]  Es wird zwar beispielsweise angenommen, dass der gefangene König von Juda, Zedekia, gezwungen wurde, bei der Exekution all seiner Söhne zuzusehen, bevor er geblendet und nach Babylon verschleppt wurde, doch das Buch Mormon berichtet, dass einer dieser Söhne, Mulek, überlebte. Ein sorgfältiges Lesen der Bibel, insbesondere in der Original-Sprache Hebräisch, zeigt nun, dass diese Aussage plausibel ist, bis hin zu dem Detail, dass der Name des Prinzen genannt wird.[46]  Sogar die Tötung von Laban und die Rechtfertigung, die dafür gegeben wird, passen, wie wir heute wissen, sehr genau in diese Zeit.[47] In dem Buch heißt es außerdem, es sein in „reformiertem Ägyptisch” geschrieben worden.[48] Die meisten derjenigen, die sich mit dem Thema beschäftigt haben, kommen zu dem Schluss, dies bedeutet, dass die hebräische Sprache mit veränderten ägyptischen Zeichen geschrieben wurde. In den letzten Jahren haben wir erfahren, dass mehrere unzweifelhaft antike Dokumente genau auf diese Art und Weise geschrieben wurden.[49]

Der Bericht von Lehis Aufenthalt in Arabien nach seiner Flucht aus Palästina stimmt bemerkenswert genau mit den Gegebenheiten überein — die wahrscheinlichen, im Buch Mormon beschriebenen Orte entlang der Küsten Arabiens sind identifiziert worden — aber kein Gelehrter des 19. Jahrhunderts, geschweige denn Joseph Smith, hätte ihn verfassen können.[50]  Und Lehis epische Reise von Jerusalem in die Neue Welt blieb tausend Jahre lang im Gedächtnis seiner Nachfahren, die diese als ein Zeichen für Gottes wunderbare Macht ansahen, ähnlich wie die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft.[51]  Eine sorgfältige moderne Lesung zeigt tatsächlich, dass die Ausdrücke, mit denen sie geschildert und im Gedächtnis behalten wurde, vom biblischen Bericht des Exodus hergeleitet sind. Die literarische Ausführung der Geschichte ist sowohl ausgefeilt wie auch authentisch dem Stil im Nahen Osten entsprechend.[52]

Eine einfache Liste von weiteren Merkmalen im Buch Mormon kann vielleicht aufzeigen, wie vielfältig dessen Verbindungen zur untergegangene Welt des antiken Nahen Ostens sind, aus der es zu stammen behauptet. Das in Alma 11 geschilderte Marktsystem erinnert an die Wirtschaftsregeln im antiken Babylon.[53]  Nach der Hinrichtung Zemnarias wird der Baum, an dem er gehängt wurde, rituell gefällt, wie es das antike Jüdische Gesetz erforderte.[34]  Die Art und Weise, wie im Buch Mormon Essen gesegnet wurde, erinnert an die Vorgehensweise der alten Israeliten.[55]  Das ausführliche Gleichnis vom Olivenbaum in Jakob 5 erfordert Kenntnisse über Olivenkulturen, die weit über diejenigen hinausgehen, die Joseph Smith, der im Nordwesten Amerikas aufwuchs, aller Wahrscheinlichkeit nach haben konnte. Die Schilderung stimmt aber detailgenau mit dem überein, was wir aus alten Anleitungen für den Olivenanbau im Mittelmeer erfahren.[56] Die leuchtenden Steine im Bericht über die Reise der Jarediten über das Meer finden zahlreiche Parallelen in antiken Überlieferungen.[57]  Das Buch enthält authentische vorchristliche Ausdrücke und alt-semitische Bilder.[68]  In ihm ist ein bemerkenswert umfangreiches Wissen über das Passafest und die Bedeutung des Neujahrsfestes in der Antike enthalten.[69] Es mag uns eigenartig erscheinen, aber im antiken Israel war Eisen ein wertvolles Material, das zur Dekoration verwendet wurde. Eisen wird im Buch Mormon auf dieselbe Art verwendet.[60]  Sogar der Fluch der Stummheit, mit dem Korihor in Alma 30:49 geschlagen wurde, findet erstaunliche antike Parallelen.[61] Im Buch Mormon werden die Ausdrücke Gesetz, Verordnung, Richterspruch und Gebot auf die gleiche Weise verwendet, wie entsprechende Ausdrücke in der Hebräischen Bibel.[62] Diebe und Räuber werden ebenso unterschieden wie im althebräischen Gesetz.[63]

König Benjamins klassische Rede in Mosia erstreckt sich in der aktuellen englischen Ausgabe über etwa elf Seiten, was bedeutet, dass Joseph Smith diesen fast 5000 Wörter langen Text, in dem sehr viel Lehre enthalten ist, in etwas mehr als einem Tag diktiert haben muss. Die Predigt scheint eng verbunden zu sein mit dem antiken israelitischen Laubhüttenfest und dem Versöhnungstag, sowie mit archaischen Vertrags- und Bündnisformeln, israelitischen Abschiedsreden und frühen Krönungsfesten im Nahen Osten.[64]  (Im gesamten Buch Mormon treten anscheinend antike Haltungen zu Bündnissen und Bündniszeremonien in Erscheinung.)[65] Sogar der Schauplatz der Rede — sie wird gegeben, während der König auf einem Turm steht — passt rituell zu dem Anlass, obgleich Joseph Smith die notwendigen Informationen nicht aus den ihm zur Verfügung stehenden englischen Bibelausgaben haben konnte.[66]  Ebenso konnte er nicht wissen, dass das althebräische Wort moshia’ einen Verfechter der Gerechtigkeit gegen Unterdrückung bezeichnet, der von Gott ernannt wird und dessen Mission es ist, ein auserwähltes Volk aus der Unterdrückung zu befreien, insbesondere durch gewaltlose Mittel.  Der Ausdruck taucht in der englischen King James Bibel nicht auf. Doch diese gewaltlose Befreiung durch so einen von Gott ordinierten Verfechter ist ein Hauptthema des Buches Mosia im Buch Mormon.[67]

In Alma 7:10 wird vorausgesagt, Jesus „wird von Maria zu Jerusalem geboren werden, das das Land unserer Vorväter ist.” Über einen Zeitrum von mindestens hundert Jahren nach der Veröffentlichung des Buch Mormons schien dies ein offensichtlicher Fehler zu sein. Doch inzwischen ist klar, dass Bethlehem eine Stadt im „Land Jerusalem” sein konnte und tatsächlich so betrachtet wurde. Ein kürzlich freigegebener Text aus den Schriftrollen vom Toten Meer — ein Text, der aus den Tagen Jeremias stammen soll (und daher aus Lehis Zeit) — sagt aus, dass die Juden zu jener Zeit „aus dem Land Jerusalem verschleppt wurden”.[68] Joseph Smith konnte das nicht aus der Bibel erfahren haben, denn darin findet sich kein solcher Ausdruck.

Die beiden zentralen Berichte im Buch Mormon enden in der militärischen Katastrophe. Die Beschreibungen der militärischen Konflikte im Buch Mormon entsprechen nicht modernen Vorstellungen, sondern gehen auf den antiken Nahen Osten sowie das prä-kolumbianische Amerika zurück.[69] Der Treueeid, den die nephitischen Soldaten in Alma 46:21-22 ablegen, ist formal nahezu identisch mit militärischen Eiden bei antiken israelitischen und hethitischen Kriegern.[70] Die sorgfältige Forschung von John L. Sorenson und anderen hat die Plausibilität komplexer geografischer Daten im Buch Mormon nachgewiesen und faszinierende Zusammenhänge mit unseren Erkenntnissen über das Leben im antiken Mesoamerika aufgezeigt, sowohl in der großen Perspektive als auch in Detailfragen.[71]

Doch das Buch Mormon ist nicht der einzige kanonische Text der Heiligen der Letzten Tage, der für sich beansprucht, antiken Ursprungs zu sein. Später in den 1830er Jahren brachte Joseph Smith das Buch Abraham hervor, das, wie er sagte, eine Auswahl von Texten aus der Feder des biblischen Patriarchen dieses Namens darstellt.[72] Ebenso wie das Buch Mormon, so scheint auch das Buch Abraham offensichtlich im Hinblick auf seine Hauptperson und seine Schauplätze auf antikes Material zurückzugreifen, zu dem Joseph Smith auf natürliche Art und Weise keinen Zugang erlangen konnte. In dem kurzen Text heißt es beispielsweise, dass Abrahams Vater sich von der Verehrung des wahren Gottes abgewandt und dem Dienst an „dem Gott Pharao, König von Ägypten” zugewandt hatte.[73] Die Bibel jedoch scheint keine Erkenntnisse über den Götzendienst von Abrahams Vorfahren zu besitzen.[74] Doch ihr Polytheismus, ebenso wie Abrahams Hinwendung zur Verehrung des wahren Gottes sowie sein Versuch, seine Familie zu überzeugen, ist ein gängiges Thema in vielen sehr alten jüdischen Geschichten.[75]

Das Buch Abraham nimmt Bezug auf einen Ort, der „die Ebene von Olischem” genannt wird. (1:10)[76]  In der Bibel taucht kein solcher Ort auf, wohl aber in einer Inschrift des akkadischen Herrschers Naram Sin, die etwa aus dem Jahr 2250 v. Chr. stammt, was in etwa der Zeit Abrahams entspricht. Diese bezieht sich auf einen Ort im Nordwesten Syriens, in der Gegend nahe Arman und Ebla.[77] Er findet sich auch in einer Liste von Städten unter der Herrschaft von Sesostris III., der zwischen 1873 und 1854 v. Chr. regierte und zwei Städte nördlich von Ebla bezeichnet.

Der Götzendienst an den Göttern „Elkena”, „Libna”, „Mamakra” und „Korasch”, der im Buch Abraham beschrieben ist, scheint ebenfalls anhand der Gegebenheiten in der antiken Welt nachweisbar, obwohl die Bibel diesen nicht erwähnt.[78]  Elkena, Libna und Korasch sind alle aus Inschriften bekannt, die etwa aus der Zeit Abrahams in dessen Ursprungsregion stammen. Obgleich kaum jemand dies gedacht hätte, stellen die vier Figuren in Abbildung 6 in Faksimile 2 tatsächlich „unsere Erde mit ihren vier Enden” dar, genau wie im Buch Abraham erwähnt.[79] Auch Abbildung 11 in Faksimile 1 — so die Erläuterung im Buch Abraham – „ist dazu bestimmt, die Säulen des Himmels darzustellen, wie die Ägypter sie verstanden”. Und tatsächlich findet sich der Ausdruck „Säulen des Himmels” in der ägyptischen Literatur, und die Formen in Faksimile 1 stehen offensichtlich für die charakteristischen Türstürze und Pfosten, wie man sie von der Architektur früher Tempelkomplexe, wie in Sakkara, kennt.[80] Auch die Bezeichnung der schrägen Linien unterhalb des Löwenaltars in Faksimile 1 als „das Gewölbe hoch über unserem Haupt”, muss einem modernen Leser ziemlich seltsam erscheinen.[81] Dies ergibt nur dann einen Sinn, wenn wir uns klar machen, dass die Linien die Wasserwellen darstellen, in denen das Krokodil schwimmt und dass sich die alten Ägypter den Himmel als „himmlischen Ozean” vorstellten.[82]

Ein bemerkenswertes religiöses Element, das im Buch Abraham erscheint, ist die Bezeichnung des Krokodils als „der Götzengott von Pharao”.[83] Welcher wenig gebildete Amerikaner des neunzehnten Jahrhunderts hätte beim Anblick des Krokodils, das in Faksimile Nr. 1 unterhalb des Löwenaltars lauert, an so eine Bezeichnung gedacht? Doch das Buch Abraham liegt hier völlig richtig.

Unas, beispielsweise, war um das Jahr 2300 v. Chr. der letzte König der fünften Dynastie, und seine Pyramide steht immer noch in Sakkara, südlich des heutigen Kairo. In der Äußerung 317 des Unas Pyramiden-Textes heißt es:  „Der König erscheint als Krokodil-Gott Sobk.”  „Unas ist heute aus der überbordenden Flut gekommen, Unas ist Sobk, grün gefiedert, schlaflos, wachsam. . . Unas ersteht auf als Sobk, Sohn von Neith.”[84] Über das Mittlere Ägyptische Reich, in das nach traditioneller Datierung Abrahams Lebenszeit fällt, schreibt ein Gelehrter, „der Gott Sobk wird . . . als Manifestation des Horus angesehen, der Gott muss eng mit dem Königtum Ägyptens verbunden sein.”[85]   Erstaunlicherweise geschah im Mittleren Ägyptischen Reich, um die Zeit der zwölften Dynastie — der wahrscheinlichsten Lebzeit von Abraham — sehr viel in der großen „Oase” südwestlich des heutigen Kairo, die als Fayyum bekannt ist. Krokodile waren dort sehr bekannt und Sobk oder Sobek war an dem Ort die oberste Gottheit. Der letzte König der zwölften Dynastie nahm sogar den Namen des Krokodilgottes an und nannte sich selbst Nefru-Sobk, und fünf Pharaonen der dreizehnten Dynastie bezeichneten sich als Sebek-Hotpe.

Das Buch Abraham berichtet von einem Versuch, den Patriarchen zu opfern.[86] Aus der Bibel ist nichts von einem solchen Geschehen bekannt, aber die nachbiblische Literatur nennt wiederholt die wundersame Befreiung Abrahams von einem Versuch, ihn umzubringen.[87] Und der Name Abraham wurde tatsächlich in einem ägyptischen Papyrus aus dem dritten Jahrhundert v. Chr. in Verbindung mit einer Szene mit einem Löwenaltar, vergleichbar mit der in Faksimile 1, entdeckt.[88]  (Als ein Kritiker in einem ziemlich verzweifelten Versuch, diesen Beleg für die prophetische Berufung von Joseph Smith zu widerlegen — dabei nicht nur HLT-Gelehrten, sondern auch bekannten nicht-mormonische Fachleuten widersprechend — behauptete, das entsprechende Wort sollte nicht als Abraham gelesen werden, sondern als eine Art magischer Ausdruck, antwortete John Gee mit einem Artikel mit dem sehr passenden Titel „Abrakadabra, Isaac und Jakob.”)[89]

Es ist kaum überraschend, dass Abraham nach seiner wundersamen Befreiung vom Tod das Land Ur verlässt und nach Kanaan zieht.[90] Als der autobiografische Teil des Buches Abraham endet, ist er bereit, das Land Ägypten zu betreten. Um sein Leben zu retten, gibt ihm Der Herr den Rat, die Tatsache zu verschweigen, dass Sarai seine Frau ist und den Ägyptern stattdessen zu sagen, sie sei seine Schwester.[91]  Die Bibel erzählt die Geschichte von Abrahams „Lüge”, verschweigt jedoch den göttlichen Rat, durch den sie gerechtfertig wird.[92] Doch das Genesis Apocryphon, ein Dokument, das erst in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts unter den berühmten Schriftrollen vom Toten Meer gefunden wurde, stimmt mit der Version des Buches Abraham überein, dass das Verhalten des Patriarchen von Gott angeordnet war.[93] Und es gab einen guten Grund dafür: Der Krokodil-König aus der Äußerung 317 im Unas Pyramiden-Text, die ich bereits zitiert habe, wird als eigenwillig und tyrannisch beschrieben. Insbesondere wird gesagt, er stehle Ehefrauen von ihren Ehemännern, wenn es ihm in gefiele.  Das ist natürlich genau das, was Abraham im Hinblick auf Sarai vom Pharao befürchtete.

Das dritte Kapitel des Buches Abraham bietet ein bemerkenswertes Bild dessen, was man als „Abrahams Astronomie” bezeichnen könnte.[94] Dem Propheten werden verschiedene Merkmale des Himmels gezeigt, einschließlich des großartigen Himmelskörpers „Kolob”, der „nahe an den Thron Gottes gesetzt ist”.[95] Neue Forschungsergebnisse belegen, dass das hier dargestellte astronomische Modell sehr gut zur antiken geozentrischen (Erd-zentrierten) Vorstellung passt.[96]  Obwohl nichts im Bericht in Genesis über das Leben Abrahams darauf hindeutet, dass dieser ein spezielles Interesse an der oder spezielle Kenntnisse über die Astronomie besaß, zeichnen interessanterweise viele nach-biblische Berichte ein Bild, das perfekt zu dem im Buch Abraham passt. Der jüdische Historiker aus dem ersten Jahrhundert, Josephus, kennt beispielsweise frühere Berichte, die Abraham als „einen rechtschaffenen und großartigen Mann, der geschickt in der himmlischen Wissenschaft” ist, schildern.[97]  Im Testament Abrahams aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr. wird der Patriarch in den Himmel aufgenommen und erhält einen spektakulären Blick auf die Erde und ihre Bewohner.[98] Sowohl das Buch der Jubiläen, das im zweiten Jahrhundert v. Chr. entstand, als auch der muslimische Koran aus dem siebten Jahrhundert n. Chr. beschreiben Abraham als meditativen Betrachter des Himmels.[99] Die Apokalypse Abrahams aus dem ersten/zweiten Jahrhundert n. Chr. schildert, wie der Patriarch in den Himmel aufgenommen wurde, wo er unter anderem die „Unmenge an Sternen, die Befehle, die ihnen gegeben wurden und die Elemente der Erde, die ihnen gehorchen” sah.[100] Der muslimische Gelehrte des zehnten Jahrhunderts, al-Tabari — allgemein als der größte der mittelalterlichen Kommentatoren des Korans bekannt, unter anderem, weil er frühere Schriftstücke sorgfältig sammelte — weiß von einer Vision zu berichten, in der „Abraham die sieben Himmel geöffnet wurden, bis hinauf zum Thron”.[101]

Gemäß dem Buch Abraham wollte der Herr, dass der Patriarch die astronomischen und theologischen Wahrheiten an die Ägypter weitergab: „Ich zeige dir diese Dinge, ehe ihr nach Ägypten geht, damit ihr alle diese Worte verkünden möget.“[102] Und obgleich durch den Text des Buches Abraham, den wir heute besitzen, diese Geschichte nicht nach Ägypten getragen wurde, scheint er diesen göttlichen Auftrag erfüllt zu haben. Faksimile 3 zeigt eine ägyptische Szene, in der „Abraham am königlichen Hof die Grundsätze der Astronomie darlegt”.  Auch Josephus wusste, dass Abraham nach Ägypten gezogen war, um Astronomie zu lehren.[103] Und der große Kirchenhistoriker Eusebius von Cäsarea, der im späten dritten und frühen vierten Jahrhundert lebte, bewahrt in seiner Praeparatio Evangelica einen noch früheren Text, in dem Abraham nach Ägypten geht und dort sowohl die Priester von Heliopolis als auch den Pharao selbst in Astronomie und Astrologie unterweist.[104]  Die heidnischen Astronomen Firmicus Maternus und Vettius Valens bewahren Zitate aus astronomischen Dokumenten, die Abraham zugeschrieben werden.

Das vierte und fünfte Kapitel des Buches Abraham enthält eine vom Propheten empfangene Vision von der Schöpfung, die eine Parallele zu dem Bericht in Genesis darstellt, aber auch in manchen wichtigen Aspekten davon abweicht.  (Auch hier geht der Bericht von Abraham in der Köstlichen Perle über die Bibel hinaus, wird darin aber gestützt durch Quellen, die Joseph Smith kaum gekannt haben konnte:  bei Al-Tabari finden sich Berichte, die besagen, Abraham wurde eine Vision von der Schöpfung gewährt.)[105]

Eines der interessanten Elemente des Schöpfungsberichts in Abraham 4-5 ist die Verwendung des Verbs „formen”, das uns zeigt, dass die Götter die Himmel und die Erde aus bereits vorher existierenden Materialien formten.[106] Dies widerspricht eindeutig der Jahrhunderte alten christlichen Tradition, die besagt, Gott habe das Universum ex nihilo (d.h. „aus nicht”) geschaffen.  Aber erneut wird das Buch Abraham von der aktuellen Forschung gestützt.  Die Lehre der Schöpfung ex nihilo ist einfach nirgendwo in Genesis oder an anderer Stelle im Alten Testament zu finden.[107]    Altjüdische Schriften behaupten, Gott habe das Universum geschaffen, indem er formloser Materie eine Form verlieh.  Erst im zweiten Jahrhundert nach Christus fingen Denker unter dem Einfluss der griechischen Philosophie an, die Schöpfung aus dem Nichts zu lehren und diese Lehre breitete sich in der Folgezeit nur langsam aus.[108]

Auf dem Fundament solcher Schriften wie dem Buch Mormon und dem Buch Abraham, die Heilige der Letzten Tage als Wiederherstellungen inspirierter antiker Dokumente betrachten, in Verbindung mit der Bibel und moderner Offenbarungen, steht die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.  Sie erklärt sich selbst zur Wiederherstellung der ursprünglich von Jesus Christus und seinen Jüngern gegründeten Kirche; mit einem von Gott autorisierten Priestertum, das durch die alten biblischen Personen Johannes der Täufer, Petrus, Jakobus und Johannes auf der Erde wiederhergestellt wurde.  In vielerlei Weise ist sie zweifellos vergleichbar mit der Urkirche.[109]  Sie praktiziert die Taufe durch Untertauchen, ordiniert ihre Beamten und — wie die Ältesten in Jakobus 5 — salbt und segnet die Kranken durch das Auflegen der Hände.  Ihre Missionare bringen ihre Botschaft bis an die Enden der Erde und „taufen . . . im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“[110]

Wie die ursprüngliche christliche Bewegung, die von Jesus gegründet wurde, wird sie von Propheten und einem Rat der zwölf Apostel geführt.  Wenn sie auftreten, werden Lücken im apostolischen Rat gefüllt, so dass der Rat von Generation zu Generation fortgeführt wird.  (Dies wurde auch in alter Zeit versucht, aber angesichts von Verfolgung, Zerstreuung und Tod hörte der Rat der Apostel als Organisation nach kurzer Zeit auf zu existieren.)[111]  In Anlehnung sowohl an das Christentum des Neuen Testaments als auch an das Volk Israel, das die Wüste durchquerte, führen Siebziger-Kollegien einen großen Teil der Arbeiten in der Kirche durch.[112]  Ebenso wie die früheste Kirche hat sie Priester, Diakone, Bischöfe.  (Die Vorstellung der Reformation eines Priestertums aller Gläubigen war eindeutig noch nicht aufgekommen.)  Vor dem Verschwinden der Apostel hatte die christliche Bewegung Führer mit einer allgemeinen, nicht nur örtlich begrenzten, Autorität gehabt, die in der Welt zu den Zweigen der Kirche reisten, Ordnung brachten und verlässliche Lehre etablierten.  Obwohl wir später einen dringenden Bedarf an solchen allgemeinen Beamten erkennen, gab es keine mehr.  Die Schriften der so genannten „Kirchenväter”, die erste Literatur aus der Kirche nach der Zeit des neuen Testaments, sind gespickt mit Appellen an die Einigkeit der Bischöfe und anderer, die keine Autorität innehatten, solche eine Einigkeit zu bringen und dies auch wussten.[113]  Die früheste christliche Kirche besaß etwas, was oft die „Gaben des Geistes” genannt wird, einschließlich fortlaufender Prophezeiung und Offenbarung für deren Leitung.[114]  (Das Neue Testament selbst belegt, dass die christliche Bewegung sich dessen bewusst war, dass sie das Recht hatte, etwas zu dem Schriften-Kanon hinzuzufügen.)  Doch Prophezeiungen starben in der frühen Kirche aus.  Etwa um die Mitte des zweiten Jahrhunderts waren sie praktisch zum Erliegen gekommen.[115]

Nachdem im Frühling 1820 Joseph Smith der Vater und der Sohn erschienen waren, wurde die Behauptung, fortlaufende Offenbarung zu empfangen, zu einem der herausragenden Merkmale der Bewegung, die er gründete. Propheten und Apostel sind die allgemeine Beamtenschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die über örtliche Bischöfe und andere Führer in der Art und Weise präsidieren, wie es im frühen Christentum der Fall war.  Sogar die spektakuläre Ausschüttung des Geistes an Pfingsten findet ihre Parallele bei der Weihung des Tempels in Kirtland, Ohio, im Jahr 1836.[116]

„Gebaut auf das Fundament der Apostel und Propheten” besitzt die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage heute Lehren, die nachweisbar und auf eine einzigartige und (für ihre Anhänger) wunderbare Weise auf das alte Christentum zurückgehen.[117] Es besitzt zwar einige der späteren Konzepte, wie die Lehre von der Schöpfung aus dem Nichts, die Erbsünde, und die metaphysische und ontologische Trinität, die vorwiegend mit dem Rat von Nicäa verbunden ist, nicht, doch weist das Evangelium, wie es in der Kirche gelehrt wird, mehrere Merkmale auf, die nach den ersten Jahrhunderten der christlichen Bewegung verloren gegangen sind.[118] In seinen berühmten Hibbert-Vorlesungen aus dem Jahr 1888 bemerkte Edwin Hatch:

Es ist unmöglich, dass jemand, ob er Geschichte studiert oder nicht, keinen formalen oder inhaltlichen Unterschied zwischen der Bergpredigt und dem Glaubensbekenntnis von Nicäa bemerkt. Die Bergpredigt ist die Verkündigung eines neuen Verhaltenskodex; sie setzt Glaubenssätze voraus, anstatt sie zu formulieren; die theologischen Konzepte, auf der sie basiert, gehören eher der ethischen als der spekulativen Seite der Theologie an; die Metaphysik ist darin überhaupt nicht zu finden. Das Glaubensbekenntnis von Nicäa stellt eine Aussage teilweise historischer Tataschen, teilweise dogmatischer Folgerungen dar; die metaphysischen Ausdrücke, die es enthält, wären für die ersten Jünger wahrscheinlich unverständlich gewesen; die Ethik hat keinen Platz darin. Die eine gehört zu einer Welt jüdischer Bauern, das andere zu einer Welt griechischer Philosophen. Der Kontrast ist offenkundig. Wenn jemand meint, dieser sei hinreichend dadurch zu erklären, dass es sich bei der einen um eine Predigt und bei dem anderen um ein Glaubensbekenntnis handelt, so ist dem zu antworten, dass die Frage, warum eine ethische Predigt die Speerspitze der Lehren Jesu Christi und ein metaphysisches Glaubensbekenntnis die Speerspitze des Christentums im vierten Jahrhundert bildete, ein Problem darstellt, das es zu hinterfragen gilt.[119]

Heilige der Letzten Tage betrachten ihre Kirche und deren Lehren eher als zu der Welt der Bergpredigt als zu dem späteren Umfeld des Glaubensbekenntnisses von Nicäa gehörend. Tatsächlich ist es sehr hilfreich, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage weitgehend als eine Gemeinschaft zu betrachten, die durch eine gemeinsame Erinnerung gebildet wird — eine Erinnerung an Geschichten aus den Schriften (die aus einem viel größeren Kanon stammen als er der umgebenden Christenheit zur Verfügung steht) und an die Geschichten ihrer eigenen heroischen und von Verfolgung geprägten Vergangenheit. Sie ist, hingegen, eine Gemeinschaft, die wenig zu einer systematischen Theologie neigt.[120]

Heilige der Letzten Tage praktizieren die Totentaufe, ebenso wie es einige frühe Christen mit Bestimmtheit taten.[121]  Deren Durchführung basiert auf dem Glauben, dass das Evangelium in der Geisterwelt denjenigen gepredigt wird, die keine Gelegenheit hatten, dieses in der Sterblichkeit zu hören — ein Glaube, der möglicherweise auch unter den führen Christen bestand.[122]  Ihre Art des Tempeldienstes spiegelt auf erstaunliche Weise alte Praktiken aus der ganzen Welt wider, insbesondere aber aus dem antiken Nahen Osten.[123]  Wie der protestantische Gelehrte Harold Turner ausdrücklich in Bezug auf die Heiligtümer der Heiligen der Letzten Tage und deren antike Prototypen feststellt, sind deren Architektur und Funktion völlig anders als die normaler Gemeindehäuser. Tempel stellen abgetrennte Orte dar, die nicht für jeden zugänglich sind (und vielleicht sogar durch Geheimhaltung im Verborgenen gehalten werden). Sie sind ausgerichtet sowohl auf die Welten der Toten, der Lebenden und des Göttlichen, ihre Gestaltung basiert auf göttlicher Offenbarung.[124] Darüber hinaus verkörpert der Tempel in architektonischer Form die alte Vorstellung des kosmischen Berges, der einen Weg für den Aufstieg zum Göttlichen und zum Sitzen an einer Quelle des Wassers des Lebens bildet.[125]

Heilige der Letzten Tage glauben, dass die „Siegelungsvollmacht”, die Familien und Generationen in Tempeln miteinander verbindet, durch einen persönlichen Besuch des hebräischen Propheten Elija bei Joseph Smith und Oliver Cowdery im Kirtland Tempel, während der Zeit des jüdischen Passah, am 3. April 1836, wiederhergestellt wurde — das heißt, genau zu der Zeit, zu der jüdische Familien auf der ganzen Welt Stühle und Utensilien für seinen Besuch bereitgestellt hatten.[126]

Mit ihrer anthropomorphen Sicht von Gott — sie betrachten ihn nicht nur als persönliches, sondern auch als körperliches Wesen — teilen die Heiligen der Letzten Tage eindeutig der Ansicht, die zwar seit vielen Jahrhunderten unter den meisten Theologen nicht mehr in Mode ist, aber unter den alten Hebräern und in den ersten Christen-Generationen weit verbreitet war.[127] „Normale Christen glaubten häufig (vielleicht sogar generell), zumindest in den ersten drei Jahrhunderten, Gott sei verkörpert. Der Glaube wurde aufgegeben (und zwar nur nach und nach), als der Neoplatonismus sich mehr und mehr als die gängige Weltsicht der christlichen Denker festsetzte.”[128]

Der anglikanische Kirchenhistoriker Alan Richardson behauptete, die Theologen, die solche klassischen Glaubensbekenntnisse wie die berühmte Definition des Glaubens beim Konzil von Chalcedon erstellen, seien zu sehr von den zu jener Zeit gängigen philosophischen Modeströmungen beeinflusst gewesen und sie hätten daher die Kluft zwischen dem Menschen und Gott übertrieben groß dargestellt.  „Gott und der Mensch sind grundlegend verwandt”, schreibt er.[129] Heiligen der Letzten Tage stimmen in diesem Punkt mit ihren christlichen Vorgängern überein, und dieser Glaube untermauert unseren dramatischsten Bruch mit zeitgenössischen theologischen Ansichten. Die Lehre von der „Erhöhung” besagt, dass Menschen, die Kinder Gottes sind, das Potenzial haben, wie ihr Vater zu werden. In der alten Kirche trug diese Lehre (oder eine sehr ähnliche) die griechische Bezeichnung Theosis. Sie war weit verbreitet.[130]

Bezüglich des Konzeptes der Heiligen der Letzten Tage meinte der verstorbene lutherische Theologe Ernst Benz:

Man kann über diese Lehre der ewig fortschreitenden Vergöttlichung denken, was man will, aber eines ist sicher: Mit dieser Anthropologie steht Joseph Smith der Sicht des Menschen in der Urkirche näher als die Vorläufer der augustinischen Lehre von der Erbsünde, die den Gedanken an eine solche substanzielle Verbindung zwischen Gott und Mensch als die Häresie par excellence betrachteten.[131]

Einer der manchmal gegen das Buch Mormon gerichteten Kritikpunkte ist, dass es, obwohl es die „Fülle des Evangeliums” enthalten soll, keine der spezifischen Lehren des Mormonismus aufgreift, wie sie in Nauvoo offenbart wurden. Vor allem scheint es nicht die Tempelverordnungen oder die Lehre von der Erhöhung zu enthalten. Diese Kritik stützt sich jedoch teilweise auf ein falsches Verständnis des Ausdrucks „Fülle des Evangeliums”.  Eine sorgfältige Analyse von Noel Reynolds hat erwiesen, dass sich das Wort Evangelium, wie es im Buch Mormon und anderen HLT-Schriften verwendet wird, auf eine sehr kurze Liste spezifischer Punkte bezieht:  (1) Glaube an Christus, (2) Umkehr, (3) Taufe, (4) Empfang des Heiligen Geistes und (5) Ausharren bis zum Ende.  „Ausharren bis zum Ende” umfasst wahrscheinlich ein Empfänglichsein für das, was der Herr darüber hinaus noch offenbaren, gebieten oder fordern wird.

Doch es ist auch ein Fehler anzunehmen, dass sich im Buch Mormon keine Andeutungen der in Nauvoo gegebenen Lehren finden.

Betrachten wir zum Beispiel den Tempel. Tempel werden im Buch Mormon häufig genannt und bei einem großen Teil der Neuerungen, die in Nauvoo offenbart wurde, ging es um die Verordnungen im modernen Tempel. Im Tempel, um eine elegante Zusammenfassung der Erlösungsgeschichte von Moroni auszuleihen, lernen wir symbolisch über

Gott, der die Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, erschaffen hat.
Siehe, er hat Adam erschaffen,
und durch Adam
kam der Fall des Menschen.
Und wegen des Falles des Menschen
kam Jesus Christus; . .
und wegen Jesus Christus
kam die Erlösung des Menschen.
Und wegen der Erlösung des Menschen,
die durch Jesus Christus zustande gekommen ist,
werden sie in die Gegenwart des Herrn zurückgebracht;[132]

Vor allem die Tempelbegabung kann als Ritual der Aufnahme in den Himmel betrachtet werden, durch das Tempelbesucher über den Fall des Menschen und darüber, wie er in die Gegenwart Gottes zurückkehren kann, lernt. Hören wir uns einen Bericht des Apostels Paulus über eine wörtliche Aufnahme in den Himmel an:

Ich kenne jemand, einen Diener Christi, der vor vierzehn Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde, ich weiß allerdings nicht, ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, nur Gott weiß es.
Und ich weiß, dass dieser Mensch in das Paradies entrückt wurde; ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, weiß ich nicht, nur Gott weiß es.

Er hörte unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann.[133]

Beachten Sie, was Paulus hier beschreibt. Er kannte einen Menschen — wahrscheinlich handelt es sich um Paulus selbst, der bescheiden ist und sich nicht hervortun will — der dort aufgenommen wurde, was wir das celestiale Reich nennen würden. Während seiner Aufnahme hörte er Worte, die nicht nur nicht ausgesprochen werden können, also jenseits seiner Möglichkeit der Beschreibung liegen, sondern [laut der englischen Übersetzung] auch nicht ausgesprochen werden dürfen. Die Tempelbegabung ist teilweise eine symbolische Darstellung einer solchen Erfahrung.

Im Buch Mormon erfahren wir von den „drei Nephiten”.  Unter anderem wird über ihre Aufnahme in den Himmel berichtet:

Und siehe, die Himmel öffneten sich, und sie wurden in den Himmel entrückt und sahen und hörten Unaussprechliches.
Und es wurde ihnen verboten, davon zu reden; es wurde ihnen auch keine Macht gegeben, über das zu reden, was sie sahen und hörten;
und ob sie im Leib waren oder außerhalb des Leibes, konnten sie nicht sagen; denn es schien ihnen, als seien sie verklärt worden, dass sie von diesem Leib aus Fleisch in einen unsterblichen Zustand verwandelt worden seien, so dass sie das sehen konnten, was von Gott ist.
Aber es begab sich: Sie dienten weiter auf dem Antlitz der Erde, doch dienten sie nicht mit dem, was sie gehört und gesehen hatten, und zwar wegen des Gebotes, das ihnen im Himmel gegeben worden war.[134]

Ihre Verwandlung in quasi unsterbliche Wesen geht über Paulus’ Bericht über dessen Erfahrung hinaus, der ansonsten ähnlich ist, sie läuft jedoch sehr schön parallel zu der umfangreichen Literatur über antike und mittelalterliche Geschichten über die Aufnahme in den Himmel aus der ganzen Welt, in der die Person, die das Vorrecht hat, in den Himmel aufzusteigen, als Prophet berufen wird, unsterblich und manchmal sogar vergöttlicht wird. Und tatsächlich sagt der auferstandene Erlöser den drei Nephiten „ihr werdet so sein, wie ich bin, und ich bin so wie der Vater; und der Vater und ich sind eins”.[135]

Niemand, der noch die Grundlagen der Mathematik beherrscht, muss an die so genannte „transitive Eigenschaft der Gleichheit” erinnert werden, die besagt, wenn a = b und b = c, dann ist auch a = c. Wenn einige Menschen (in diesem Fall die drei nephitischen Jünger), so sein werden wie der auferstandene Erlöser, und der auferstandene Erlöser so ist, wie der Vater, dann ist daraus zu schließen, dass zumindest einige Menschen sein werden wie der Vater — die klare Lehre der Erhöhung im Buch Mormon, lange bevor die Heiligen die Stadt Nauvoo bauten und lange vor der King Follet-Rede.

Und diese Lehre findet sich auch in Lehre und Bündnisse 76, wo über diejenigen, die das Celestiale Reich erben werden, gesagt wird: „Sie sind diejenigen, denen der Vater alles in die Hände gegeben hat . . . Darum, wie es geschrieben steht, sie sind Götter, nämlich die Söhne Gottes — darum gehört ihnen alles.”[136] Doch dieser Abschnitt ist ein Bericht über die Vision, die Joseph Smith und Sidney Rigdon Anfang des Jahres 1832 in Hiram, Ohio, gegeben wurde.  Obwohl Lorenzo Snows berühmter Ausspruch „Wie der Mensch ist, so war Gott einst; wie Gott ist, so kann der Mensch werden” erst Jahre später in Nauvoo formuliert wurde, bestand die Vorstellung von der Erhöhung bereits, allerdings größtenteils unbemerkt, sowohl im Buch Mormon als auch in neuzeitlichen Offenbarungen.[137]

Doch wie wir nun wissen, gab es sie bereits weit vor dem neunzehnten Jahrhundert. Ich gebe zu, dass ich jahrelang annahm, die Lehre von der Erhöhung, so wunderbar und, meiner Ansicht nach, zentral für ein optimales Verständnis des Evangeliums sie sei, fände wenig Bestätigung in frühen Kirchendokumenten, abgesehen von wenigen Bibelstellen mit entsprechenden Andeutungen. Ich habe mich total geirrt.

Was mir die Augen öffnete, war eine Doktorarbeit von der Duke University aus dem Jahr 1980 mit dem griffigen Titel Deifizierung und der Inhalt der Athanasischen Soteriologie. Darin argumentierte ein Student und Heiliger der Letzten Tage — zur Zufriedenheit seines Prüfungsausschusses aus lauter Nicht-Mitgliedern — dass das Konzept der menschlichen Deifizierung in den Gedanken des Heiligen Athanasius dem Großen, einem der führenden der alten griechischen Kirchenväter, so zentral war, dass diese ihn motivierte, beim Konzil von Nicäa im vierten Jahrhundert zu einem der Architekten der Trinitätslehre zu werden. „Gott wurde Mensch”, sagte Athanasius, und zitierte eine Formel, die zu seiner Zeit schon alt war, „damit der Mensch Gott werden kann”.

Dies ist im höchsten Maßen ironisch. Wir Heiligen der Letzten Tage werden oft aus der Christenheit ausgesondert, weil wir nicht mit der gängigen christlichen Trinitätslehre konform gehen. Doch diese Lehre wurde zumindest teilweise formuliert, um eine Vorstellung von der menschlichen Deifizierung zu verteidigen, die dem spezifischen Glauben der Heiligen der Letzten Tage an die Erhöhung erstaunlich ähnelt — und die ebenfalls oft verwendet wird, um uns aus der christlichen Herde zu werfen.

Sobald man genauer hinsieht, stellt sich heraus, dass die Vorstellung von der menschlichen Deifizierung — obgleich diese bei unseren Kritikern in Vergessenheit geraten ist — in der frühen Christenheit, und in einem gewissen Maße auch im alten Judentum, praktisch allgegenwärtig war.  Erlauben Sie mir, als Kostprobe einige wenige Quellen anzugeben:

Ein früher jüdischer Midrasch, oder Kommentar zu den Schriften, lehrte beispielsweise:

Der Heilige . . . wird in der Zukunft alle Frommen mit Namen rufen und ihnen ein Elexir des Lebens in die Hand geben, so dass sie für immer leben und ausharren können. . . .  [und er wird auch] allen Frommen in der kommenden Welt den unaussprechlichen Namen offenbaren, mit dem neue Himmel und eine neue Erde geschaffen werden können, damit alle von ihnen in der Lage wären, neue Welten zu schaffen.

Der Heilige Justin, der Märtyrer, ein Konvertit zum Christentum, der um das Jahr 165 n. Chr. in Rom enthauptet wurde, lehrte, dass „Alle Menschen als würdig erachtet werden, ,Götter’ zu werden und die Macht zu haben, Söhne des Höchsten zu werden”. Der Heilige Irenäus von Lyon, der um das Jahr 202 n. Chr. starb — und ich betone, dass ich hier zentrale Figuren der christlichen Tradition zitiere, nämlich kanonisierte Heilige und keine an den Rand gedrängten Häretiker — sagte:

Wir sind nicht von Anfang an zu Göttern gemacht worden, sondern zuerst zu Menschen und dann schließlich zu Göttern. . . . [Jesus Christus] wurde, was wir sind, damit er es uns ermöglichen kann, so zu  sein wie er selbst.

Der große Clemens von Alexandria, der 215 n. Chr. starb, wies darauf hin, im „zukünftigen Leben” werden wir unter

den Göttern sein . . . unter denjenigen, die vollkommen . . . und rein im Herzen geworden sind . . .  Sie werden als Götter bezeichnet und sind dazu bestimmt, mit den anderen Göttern, die zuerst vom Erlöser an ihren Platz gebracht wurden, auf Thronen zu sitzen.

„Denn wir werden sogar Götter sein”, vermerkte der bedeutende lateinische christliche Schreiber Tertullian, der 225 n. Chr. starb,

Doch dies kommt aus Seiner eigenen Gnade, nicht aus einer Eigenschaft in uns, denn Er allein kann Götter machen.

Der berühmte christliche Intellektuelle Origen von Alexandria, der unter Verfolgung und Folter für seinen Glauben 251 n. Chr. starb, sagte von sich selbst, er glaube an „den Vater als den einzig wahren Gott, gestehe jedoch andere Wesen neben dem wahren Gott ein, die zu Göttern geworden sind, indem sie an Gott teilhaben”.

Und der alles überragende lateinische Vater, der Heilige Hieronymus, der 419 n. Chr. starb, nachdem er unter anderem die lateinische Vulgata-Übersetzung der Bibel fertiggestellt hatte, die auch heute noch bedeutsam ist, lehrte:

Gott machte den Menschen zu dem Zwecke, dass sie vom Menschen zu Göttern werden. . .  Diejenigen, die aufhören, einfache Menschen zu sein, geben die Wege des Lasters auf und werden vollkommen, sind Götter und Söhne des Allerhöchsten.

Vor einigen Jahren schrieb ein römisch-katholischer Priester, der dem Dominikaner-Orden angehörte, an der Graduate Theological Union in Berkeley eine Master-Arbeit mit dem Titel Teilhaber an der göttlichen Natur. Darin erklärte er, es seien nicht die Heiligen der Letzten Tage, die ein Problem mit dieser Vorstellung von der menschlichen Deifizierung hätten, sondern ihre Kritiker, die erklären müssten, wie eine alte christliche Lehre verschwinden — und dann im neunzehnten Jahrhundert in Amerika wieder auftauchen konnte.

Es hat mir immer Spaß gemacht, diese Geschichte zu erzählen. Es ist lustig, einen Nicht-Mormonen — und sogar einen katholischen Priester — zu haben, der solche Dinge sagt. Allerdings hat er meine Pointe ein wenig ruiniert, indem er Mitglied der Kirche wurde.

Lassen Sie mich schließlich noch aus einem armenischen Apokryph mit dem Titel Betreffend der Erschaffung Adams zitieren, über die Heilige der Letzten Tage vermutlich staunen werden:

Als Adam wegging und im Garten herumspazierte, sprach die Schlange zu Eva: „Warum probierst du von allen Bäumen, aber von diesem einen Baum, der von schöner Erscheinung ist, probierst du nicht?” Eva sagte: „Weil Gott sprach, ,Wenn du von diesem Baum isst wirst du sterben’.” Doch die Schlange sagte: „Gott hat dich getäuscht, denn ehemals war Gott ein Mensch wie du. Als er von dieser Frucht aß, erlangte er seine große Herrlichkeit. Daher sagte er, du sollest nicht essen, damit du nicht davon äßest und Gott gleich würdest.”  Als sie den Rat der Schlange hörte, wollte sie göttlich werden. Sie pflückte sofort die Frucht und aß sie. Und sogleich wurde ihr [das Licht] genommen. Nun kam Adam und sah, dass seiner Frau [das Licht] genommen worden war und sagte. „Was hast du getan? Warum hast du von dieser Frucht gegessen und [das Licht] verloren?” Eva sagte: „Diese Frucht ist sehr süß und köstlich; nimm auch davon [und] iss.” . .   Adam sagte: „Ich kann nicht davon essen und wie du werden.” . .  Doch Eva weinte und bat ihn und sprach: „Iss und trenne dich nicht von mir. Wenn wir leben, lass uns zusammen leben und wenn wir sterben, lass uns zusammen sterben.” . .  Wegen seiner Liebe zu der Frau konnte Adam sich nicht zurückhalten und er aß von der Frucht und verlor das Licht.

Wir Heilige der Letzten Tage erfreuen uns an unserer Kirche, an ihren Lehren und Verordnungen als Wiederherstellungen dessen, was die Heiligen in der frühen Christenheit und die Patriarchen und Propheten im alten Israel hatten. Wir erinnern uns an die Worte des Apostels Petrus, ausgesprochen in Jerusalem:

Und der Herr Jesus sendet, als den für euch bestimmten Messias.

Ihn muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von allem, die Gott von jeher durch den Mund seiner heiligen Propheten verkündet hat.[138]

Die Wiederherstellung, die mit Joseph Smiths Vision vom Vater und vom Sohn in einem Wäldchen nahe Palmyra, New York, im Jahr 1820 begann, ist ein Vorbote des zweiten Kommens des Erlösers und  Sohnes Gottes, Jesus Christus:

Und wenn diese Dinge sich begeben . . . so wird es ihnen ein Zeichen sein, so dass sie wissen können, dass das Werk des Vaters bereits begonnen hat, um den Bund zu erfüllen, den er für diejenigen gemacht hat, die vom Haus Israel sind.[139]



Frequent reference will be made in what follows to several surveys, including Noel B. Reynolds, ed., Book of Mormon Authorship: New Light on Ancient Origins [hereafter, Authorship] (Provo: Religious Studies Center, Brigham Young University, 1982); John L. Sorenson and Melvin J. Thorne, eds., Rediscovering the Book of Mormon [hereafter, Rediscovering] (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1991); John W. Welch, ed., Reexploring the Book of Mormon [hereafter Reexploring] (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1992); Noel B. Reynolds, ed. Book of Mormon Authorship Revisited: The Evidence for Ancient Origins [hereafter, Authorship Revisited] (Provo: FARMS, 1997); John W. Welch and Melvin J. Thorne, eds., Pressing Forward with the Book of Mormon [hereafter, Pressing Forward] (Provo: FARMS, 1999); also the Journal of Book of Mormon Studies (hereafter, JBMS)The acronym FARMS refers to Brigham Young University’s Foundation for Ancient Research and Mormon Studies; Insights is the Foundation’s now-monthly newsletter. The material cited here should not, by the way, be regarded as an exhaustive list of books and articles contending for the truth of Latter-day Saint claims.  At most, it constitutes a representative sample of certain strands of argument.  The literature is, by now, considerable.  And, virtually without exception, each cited reference here offers further primary data and bibliographical hints for continued pursuit of the topics mentioned.

[1] Rodney Stark, The Rise of Christianity: How the Obscure, Marginal Jesus Movement Became the Dominant Religious Force in the Western World in a Few Centuries (Princeton: Princeton University Press, 1996).

[2]  Rodney Stark, “The Rise of a New World Faith,” Review of Religious Research 26/1 (September 1984): 18-27 (quotations from pp. 18, 19.  Compare Rodney Stark, “Modernization and Mormon Growth: The Secularization Thesis Revisited,” in Contemporary Mormonism: Social Science Perspectives (Urbana and Chicago: University of Illinois Press, 1994), 13-23.

[3] Eduard Meyer, Ursprung und Geschichte der Mormonen (Halle, 1912), 2.  For a critical evaluation of Meyer’s work on the Latter-day Saints, see James K. Lyon, BYU Studies FORTHCOMING.

[4] Clyde J. Williams, ed., The Teachings of Lorenzo Snow (Salt Lake City: Bookcraft, 1984), 100.  Compare Joseph Smith’s remark, in Joseph Fielding Smith, ed., Teachings of the Prophet Joseph Smith (Salt Lake City: Deseret Book, 1972), 59-60, and Brigham Young’s comments in Journal of Discourses 5:229; 10:324; 13:269.  The early Christians likewise believed that the “gospel” they knew had been revealed previously to prominent figures among the Hebrews.  See, for instance, 1 Corinthians 10:1-4; Galatians 3:8; Hebrews 3:6-17, 4:2; Eusebius, Ecclesiastical History, 1.4.14-15.

[5] See, for example, the 14 January 1847 revelation received by Brigham Young and canonized as Doctrine and Covenants 136; also Leonard J. Arrington, Brigham Young: American Moses (New York: Alfred A. Knopf, 1985).

[6] The biblical account occurs in Exodus 14.  The phrase quoted comes from 14:16.

[7] See Exodus 16.

[8] Lee A. Palmer, Aaronic Priesthood through the Centuries (Salt Lake City: Deseret Book, 1964), a textbook formerly used for church instruction, and John A. Tvedtnes, The Church of the Old Testament (Salt Lake City: Deseret Book, 1967), will serve to illustrate a very strong version of the claim of structural continuity between ancient Israel, the early Christian church, and the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints.

[9] The theme recurs constantly in such accounts of the westward trek as Wallace Stegner, The Gathering of Zion: The Story of the Mormon Trail (New York: McGraw-Hill, 1971; William Mulder, Homeward to Zion: The Mormon Migration from Scandinavia (Minneapolis and Provo: University of Minnesota Press and BYU Studies, 2000); and Eugene E. Campbell, Establishing Zion: The Mormon Church in the American West, 1847-1869 (Salt Lake City: Signature Books, 1988).

[10] For a Latter-day Saint scholar’s analysis of the concept of “gathering” in the biblical prophets, see Stephen D. Ricks, “The Prophetic Literality of Tribal Reconstruction,” in Avraham Gileadi, Israel’s Apostasy and Restoration: Essays in Honor of Roland K. Harrison (Grand Rapids: Baker Book House, 1988).  Mormon apostle Orson Hyde, commissioned and sent by Joseph Smith, offered up a lengthy, formal prayer on the Mount of Olives in 1841, dedicating Palestine for the return of the Jews.  The Zionist movement arose over the following several decades.

[11] Max Weber, The Sociology of Religion, translated by Ephraim Fischoff (Boston: Beacon Press, 1991), 54.  Meyer, too, was fascinated by what he regarded as parallels between Mormonism and Islam.  “Mormonism,” he wrote, “excited my interest at an early age before all else because of the surprising analogy, extending even to the smallest details, between it and the fundamental drives, external forms, and historical development of Islam: here one might hope to discover significant clues for a proper understanding of Muhammad and his religion. . . .  There is hardly another historical parallel as instructive as this one. . . .  It is impossible to undertake the scholarly investigation of the one without a closer acquaintance with the other.”  Meyer, Ursprung und Geschichte der Mormonen, 1.

[12] Bloom’s rather eccentric analysis of Joseph Smith and the faith he founded, bristling with sharp insights and serious errors, occurs at Harold Bloom, The American Religion: The Emergence of the Post-Christian Nation (New York: Simon and Schuster, 1992), 79-129,

[13] Heikki Räisänen, “Joseph Smith und die Bibel: Die Leistung des mormonischen Propheten in neuer Beleuchtung,” Theologische Literaturzeitung 109/2 (February 1984): 81-92.

[14] For a discussion of this phenomenon, and of how the migration to the Great Basin separated members of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints even from the followers of Joseph Smith who did not experience it, see Jan Shipps, Mormonism: The Story of a New Religious Tradition (Urbana and Chicago: University of Illinois Press, 1985).

[15] Stephan Thernstrom, ed., Harvard Encyclopedia of American Ethnic Groups (Cambridge: Harvard University Press, 1980), 720-731.  Revelation 5:9.

[16] 1. Petrus 2:9-10.

[17] See Georg Molin, Die Söhne des Lichtes: Zeit und Stellung der Handschriften vom Toten Meer (Vienna: Verlag Herold, 1954), 146.

[18] A concise and judicious discussion of the parallels and divergences between Latter-day Saint ideas and those of the Qumran community is Donald W. Parry and Stephen D. Ricks, The Dead Sea Scrolls: Questions and Responses for Latter-day Saints (Provo: FARMS, 2000).

[19] For a discussion of these and other, related, themes, see John A. Tvedtnes, The Book of Mormon and Other Hidden Books: Out of Darkness unto Light (Provo: FARMS, 2000); H. Curtis Wright, “Ancient Burials of Metal Documents in Stone Boxes,” in John M. Lundquist and Stephen D. Ricks, eds., By Study and Also by Faith, 2 vols. (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1990), 2:273-334; William J. Hamblin, “Sacred Writings on Bronze Plates in the Ancient Mediterranean” (Provo: FARMS, 1994); William J. Adams, Jr., “Lehi’s Jerusalem and Writing on Metal Plates,” JBMS 3/1 (Spring 1994): 204-6; William J. Adams, Jr., “More on the Silver Plates from Lehi’s Jerusalem,” JBMS 4/2 (Fall 1995): 136-7; Pressing Forward, 20-28; David B. Honey and Michael P. Lyon, “An Inscribed Chinese Gold Plate in Its Context: Glimpses of the Sacred Center,” in Stephen D. Ricks, Donald W. Parry, and Andrew H. Hedges, eds., The Disciple as Scholar: Essays on Scripture and the Ancient World in Honor of Richard Lloyd Anderson (Provo: FARMS, 2000), 19-65.  A popular statement on the subject was Paul R. Cheesman, Ancient Writing on Metal Plates: Archaeological Findings Support Mormon Claims (Bountiful, Utah: Horizon, 1985).

[20] John W. Welch, “Doubled, Sealed, Witnessed Documents: From the Ancient World to the Book of Mormon,” in Davis Bitton, ed., Mormons, Scripture, and the Ancient World: Studies in Honor of John L. Sorenson (Provo: FARMS, 1998), 391-444, supplies an intriguing instance of this.

[21] There is no evidence that Joseph Smith was aware of the Jewish significance of the date.  See Reexploring, 209-211.

[22] A very brief summary of selected evidence for this proposition is Daniel C. Peterson, “Mounting Evidence for the Book of Mormon,” The Ensign 30/1 (January 2000): 18-24.  The works of Hugh Nibley constitute an indispensable introduction to the question of the antiquity of the Book of Mormon, but cannot be recapitulated here.  See his Lehi in the Desert/The World of the Jaredites/There Were Jaredites (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1988); An Approach to the Book of Mormon, 3d. ed. (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1988); Since Cumorah, 2d ed. (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1988); The Prophetic Book of Mormon (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1989).  In very many ways, on the other hand, the Book of Mormon does not seem to fit the culture of early nineteenth century America.  For instance, the military romanticism of Joseph Smith’s America—the War of 1812 was a fresh memory; veterans of the American Revolution still lived in almost every family—is absent from the Book of Mormon.  Instead, we see grimly realistic portrayals of war’s devastation and suffering.  And, in the Gadianton robbers, we have a detailed, realistic portrayal of a prolonged guerrilla struggle—lacking any trace of fife and drum, uniforms, or parades—published well over a century before the great guerrilla theorists of the twentieth century put pens to paper.  See Daniel C. Peterson, “The Gadianton Robbers as Guerrilla Warriors,” in Stephen D. Ricks and William J. Hamblin, eds., Warfare in the Book of Mormon (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1990), 146-73.  Other examples of the Book of Mormon’s pre-modern character appear in Richard L. Bushman, “The Book of Mormon and the American Revolution,” in Authorship, 189-212; Royal Skousen, “The Original Language of the Book of Mormon: Upstate New York Dialect, King James English, or Hebrew?” JBMS 3/1 (Spring 1994): 28-38; also Daniel C. Peterson, “Authority in the Book of Mosiah” (Provo: FARMS, 1991).

[23]  See John W. Welch and Tim Rathbone, “The Translation of the Book of Mormon: Basic Historical Information” (Provo: FARMS, 1986); Reexploring, 1-8.

[24] See, for example, Robert Paul, “Joseph Smith and the Manchester (New York) Library,” BYU Studies 22/3 (1982): 333-356; Pressing Forward, 283-284.

[25] See Cornelius Van Dam, The Urim and Thummim (Kampen: Uitgeverij Van Den Berg, 1986); C. Houtsman, “The Urim and Thummim: A New Suggestion,” Vetus Testamentum 40 (April 1990): 231.  For a useful summary, see Pressing Forward, 280-282.  See also Tvedtnes, The Book of Mormon and Other Hidden Books, 195-225.

[26]  Jeffrey R. Chadwick, “Sariah in the Elephantine Papyri,” JBMS 2/2 (Fall 1993): 196-200 [= Pressing Forward, 6-10].

[27]  John Gee, “A Note on the Name Nephi,” JBMS 1/1 (Fall 1992): 189-91 [= Pressing Forward, 1-5].

[28] See the discussion between Paul Y. Hoskisson Jeffrey R. Chadwick, Dana M. Pike, John A. Tvedtnes, John Gee, and Matthew Roper, in JBMS 9/1 (2000): 28-51; E. Jan Wilson, “Inside a Sumerian Temple: The Ekishnugal at Ur,” in The Temple in Time and Eternity, ed. Donald W. Parry and Stephen D. Ricks (Provo: FARMS, 2000), 319.

[29]  Paul Y. Hoskisson, “Alma as a Hebrew Name,” JBMS 7/1 (1998): 72-3.

[30] Alma 27:22.

[31]  Stephen D. Ricks and John A. Tvedtnes, “The Hebrew Origin of Some Book of Mormon Place Names,” JBMS 6/2 (1997): 255-9 (= Pressing Forward, 88-92).

[32] The literature on chiasmus is extensive.  Consult John W. Welch and Daniel B. McKinlay, eds., Chiasmus Bibliography (Provo: Research Press, 1999).  See also John W. Welch, Chiasmus in Antiquity: Structures, Analyses, Exegesis (Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 1981 [reprinted by FARMS in 1999); Noel B. Reynolds, “Nephi’s Outline,” in Authorship, 53-74; John W. Welch, “Chiasmus in the Book of Mormon,” in Authorship, 33-52; Rediscovering, 114-131.  Donald W. Parry, The Book of Mormon Text Reformatted according to Parallelistic Patterns (Provo: FARMS, 1992), illustrates chiasmus and many other sophisticated and genuinely ancient literary patterns in the Book of Mormon.  One of these is “enallage.”  On this, see Kevin L. Barney, “Enallage in the Book of Mormon,” JBMS 3/1 (1994): 113-147; idem, “Further Light on Enallage,” JBMS 6/2 (1997): 229-234 [=Pressing Forward, 43-48].  John A. Tvedtnes, “Colophons in the Book of Mormon,” Rediscovering, 32-37, identifies yet another.  See also Reexploring, 13-16.

[33]  Allen J. Christenson, “The Use of Chiasmus in Ancient Mesoamerica” (Provo: FARMS, 1988); Allen J. Christenson, “The Use of Chiasmus by the Ancient Quiché-Maya” (Provo: FARMS, 1989); Allen J. Christenson, trans., Popul Vuh: The Mythic Sections—Tales of First Beginnings from the Ancient K’iche’-Maya (Provo: FARMS, 2000), 15-17.

[34]Siehe Helaman 6:10.

[35]  Welch, Reexploring, 230-232.

[36] In addition to the specific examples following, see John A. Tvedtnes, “The Hebrew Background of the Book of Mormon,” in Rediscovering, 77-91.

[37]Siehe zum Beispiel Alma 49:22.

[38] For this and other illustrations, see Pressing Forward, 29-31.

[39]  Siehe 2. Nephi 2:26 bzw. 4:32.

[40] See, for instance, the original Hebrew of Genesis 18:26; 24:8, 41; 28:20-21; 31:8 (twice); 34:17 (twice); 44:26; 47:6.  The Wenn-und-Konditionalkonstruktionen tauchen in der King James Version der Bibel – der Version, die Joseph Smith kennen konnte – ebenso wenig auf, wie in anderen englischen Bibelausgaben, die ich überprüft habe.   Genau wie in aktuellen Ausgaben des Buches Mormon, ist sie ans Englische angepasst worden.

[41] Helaman 12:13-14, 16-17, 19-21 (1830 edition, emphasis added).  On this matter, see Pressing Forward, 201-203.

[42] Moroni 10:4. Skousen, Printer’s Manuscript of the Book of Mormon, 2:760, 973—74. The original manuscript for these passages is not extant.

[43]  The relevant passage in the Book of Mormon is 1 Nephi 1.  See John W. Welch, “The Calling of a Prophet,” in Monte S. Nyman and Charles D. Tate, Jr., eds., The Book of Mormon: First Nephi, The Doctrinal Foundation (Provo: Religious Studies Center, Brigham Young University, 1988), 35-54; Blake Thomas Ostler, “The Throne-Theophany and Prophetic Commission in 1 Nephi: A Form-Critical Analysis,” BYU Studies 26/4 (Fall 1986): 67-95; Reexploring, 24-28; compare Daniel C. Peterson and Stephen D. Ricks, “The Throne-Theophany/Prophetic Call of Muhammad,” in Ricks, Parry, and Hedges, The Disciple as Scholar, 323-337.

[44]  1 Nephi 11.  See, for example, C. Wilfred Griggs, “The Book of Mormon as an Ancient Book,” in Authorship, 75-101; “The ‘Lamb of God’ in Pre-Christian Texts,” Insights (August 1998): 2; Daniel C. Peterson, “Nephi and His Asherah: A Note on 1 Nephi 11:8-23,” in Bitton, Mormons, Scripture, and the Ancient World, 191-243.

[45]  See, for instance, Hugh Nibley, “Two Shots in the Dark: i. Dark Days in Jerusalem: The Lachish Letters and the Book of Mormon (1 Nephi),” in Reynolds, BMA, 103-21.

[46] Reexploring, 142-144.

[47]  Pressing Forward, 17-19.

[48] Mormon 9:32.

[49] John A. Tvedtnes and Stephen D. Ricks, “Jewish and Other Semitic Texts Written in Egyptian Characters,” JBMS 5/2 (1996): 156-63; William J. Hamblin, “Reformed Egyptian” (Provo: FARMS, 1995); John Gee, “Two Notes on Egyptian Script,” JBMS 5/2 (1996): 162-76; Pressing Forward, 237-247.

[50] Hugh Nibley, Lehi in the Desert/The World of the Jaredites/There Were Jaredites (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1988), 1-149; Warren P. Aston and Michaela J. Aston, “The Place Which Was Called Nahom: The Validation of an Ancient Reference to Southern Arabia” (Provo: FARMS, 1991); Warren P. Aston and Michaela J. Aston, “And We Called the Place Bountiful: The End of Lehi’s Arabian Journey” (Provo: FARMS, 1991); Warren P. Aston and Michaela Knoth Aston, In the Footsteps of Lehi: New Evidence for Lehi’s Journey across Arabia to Bountiful (Salt Lake City: Deseret Book, 1994); Eugene E. Clark, “A Preliminary Study of the Geology and Mineral Resources of Dhofar, the Sultanate of Oman” (Provo: FARMS, 1995); Warren P. Aston, “The Arabian Bountiful Discovered? Evidence for Nephi’s Bountiful,” JBMS 7/1 (1998): 4-11, 70; S. Kent Brown, Terry B. Ball, Arnold H. Green, David J. Johnson, and W. Revell Phillips, “Planning Research on Oman: The End of Lehi’s Trail,” JBMS 7/1 (1998): 12-21, 70; Lynn M. Hilton and Hope Hilton, In Search of Lehi’s Trail (Salt Lake City: Deseret Book, 1976); Reexploring, 47-51; also Alan Goff, “Mourning, Consolation, and Repentance at Nahom,” in Rediscovering, 92-99.  For Lehi’s ocean voyage, see John M. Lundquist’s appendix to Raphael Patai, The Children of Noah: Jewish Seafaring in Ancient Times (Princeton: Princeton University Press, 1998), xxx-xxx.  See, too, Eugene England, “Through the Arabian Desert to a Bountiful Land: Could Joseph Smith Have Known the Way?” in Authorship, 143-56.

[51] Louis Midgley discusses the very Hebraic importance of “memory” in the Book of Mormon in his “The Ways of Remembrance,” in Sorenson and Thorne, Rediscovering the Book of Mormon, 168-76; “’O Man, Remember, and Perish Not,’” in Welch, Reexploring, 127-9; and “’To Remember and Keep’: On the Book of Mormon as an Ancient Book,” in Ricks, Parry, and Hedges, The Disciple as Scholar, 95-137.

[52] George S. Tate, “The Typology of the Exodus Pattern in the Book of Mormon,” in Neal E. Lambert, ed., Literature of Belief: Sacred Scripture and Religious Experiences (Provo: Religious Studies Center, Brigham Young University, 1981), 245-62; Terrence L. Szink, “To a Land of Promise (1 Nephi 16-18),” in Kent P. Jackson, ed., Studies in Scripture: Volume Seven, 1 Nephi to Alma 29 (Salt Lake City: Deseret Book, 1987), 60-72; S. Kent Brown, “The Exodus Pattern in the Book of Mormon” BYU Studies 30 (Summer 1990): 112-26; Terrence L. Szink, “Nephi and the Exouds,” in Rediscovering, 38-51 (compare Goff, “Mourning, Consolation, and Repentance at Nahom”); Bruce J. Boehm, “Wanderers in the Promised Land: A Study of the Exodus Motif in the Book of Mormon and Holy Bible,” JBMS 3/1 (Spring 1994); Mark J. Johnson, “The Exodus of Lehi Revisited,” JBMS 3/2 (Fall 1994): 123-6 [= Pressing Forward, 54-58]; S. Kent Brown, From Jerusalem to Zarahemla: Literary and Historical Studies of the Book of Mormon (Provo: Religious Studies Center, Brigham Young University, 1998), 75-98.  Recent literary appreciations of the Book of Mormon include Marilyn Arnold, Sweet is the Word – Reflections on the Book of Mormon – Its Narrative, Teachings, and People (American Fork: Covenant, 1996); Eugene England, “A Second Witness for the Logos,” in Lundquist and Ricks, By Study and Also by Faith, 2:91-125; Richard Dilworth Rust, Feasting on the Word: The Literary Testimony of the Book of Mormon (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1997.

[53] Pressing Forward, 147-149.  See Alma 11:3-19.

[54] 3 Nephi 4:28. See Reexploring, 250-252; Pressing Forward, 208-210.

[55] Pressing Forward, 142-146.

[56] Stephen D. Ricks and John W. Welch, eds., The Allegory of the Olive Tree: The Olive, the Bible, and Jacob 5 (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1994).

[57] See Tvedtnes, The Book of Mormon and Other Hidden Books, 195-225.  For a scientific comment on the shining stones, see Pressing Forward, 253-255.

[58] See, for example, David Rolph Seely, “The Image of the Hand of God in the Book of Mormon and the Old Testament,” in Rediscovering, 140-150.

[59] Reexploring, 196-198, 209-211.

[60] Reexploring, 133-134.

[61] Pressing Forward, 154-156.

[62] Reexploring, 62-65.

[63] Reexploring, 248-249.

[64] John A. Tvedtnes, “King Benjamin and the Feast of Tabernacles,” in Lundquist and Ricks, By Study and Also by Faith, 2:197-237; Stephen D. Ricks, “The Treaty/Covenant Pattern in King Benjamin’s Address” (Provo: FARMS, 1983); Stephen D. Ricks, “King, Coronation, and Covenant in Mosiah 1-6,” in Rediscovering, 209-219; John W. Welch and Stephen D. Ricks, eds., King Benjamin’s Speech: “That Ye May Learn Wisdom, (Provo: FARMS, 1998); Reexploring, 120-126; Pressing Forward, 103-109.  See Mosiah 2-5.

[65] See Blake T. Ostler, “The Covenant Tradition in the Book of Mormon,” in Rediscovering, 230-240.

[66]  See Mosiah 2:7; Pressing Forward, 97-102.

[67]  John Sawyer, “What Was a Mosia’?” Vetus Testamentum 15 (1965): 475-86. Reexploring, 105-7, summarizes and applies Sawyer’s article.

[68]  For the original text and a translation of 4Qapocryphon of Jeremiah C (4Q385b [4QapocrJer C]), see Robert Eisenman and Michael Wise, The Dead Sea Scrolls Uncovered (Shaftesbury: Element, 1992), 57-8.  Florentino García Martínez, The Dead Sea Scrolls Translated: The Qumran Texts in English, translated by Wilfred G. E. Watson (Leiden: E. J. Brill, 1994), 285, inadequately renders the Hebrew.  See, too, Daniel C. Peterson, William J. Hamblin, and Matthew Roper, “On Alma 7:10 and the Birthplace of Jesus Christ” (Provo: FARMS, 1995); John A. Tvedtnes, “Cities and Lands in the Book of Mormon,” JBMS 4/2 (Fall 1995): 147-50 [= Pressing Forward, 164-168]; Reexploring, 170-172; Pressing Forward, 139-141.

[69] For a convenient summary, see William J. Hamblin, “Warfare in the Book of Mormon,” in Rediscovering, 241-248.  See, too, the above-mentioned anthology of the same title; Reexploring, 180-181; 189-192.

[70]  Terrence L. Szink, “An Oath of Allegiance in the Book of Mormon,” in Ricks and Hamblin, Warfare in the Book of Mormon, 35-45; Mark J. Morrise, “Simile Curses in the Ancient Near East, Old Testament, and Book of Mormon,” JBMS 2/1 (Spring 1993): 124-38; Reexploring, 189-192, 199-201, 206-208.

[71] See, for example, John L. Sorenson, An Ancient American Setting for the Book of Mormon (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1985); John L. Sorenson, “Animals in the Book of Mormon: An Annotated Bibliography” (Provo: FARMS, 1992); John L. Sorenson, ed., “Metals and Metallurgy Relating to the Book of Mormon Text” (Provo: FARMS, 1992); John L. Sorenson, “The Book of Mormon as a Mesoamerican Record,” in Reynolds, BMAR, 391-521; John L. Sorenson, Images of Ancient America: Visualizing Book of Mormon Life (Provo: Research Press, FARMS, 1998); also portions of Ricks and Hamblin, Warfare in the Book of Mormon; Reexploring, 236-238; Pressing Forward, 196-200, 248-252.

[72] For brief summations of selected data regarding evidence of the antiquity of the Book of Abraham, see Daniel C. Peterson, “News from Antiquity [‘Evidence supporting the book of Abraham continues to turn up in a wide variety of sources’],” The Ensign 24/1 (January 1994): 16-21; John A. Tvedtnes, “Abrahamic Lore in Support of the Book of Abraham” (Provo: FARMS, 1999).

[73] Abraham 1:6, 13; also Facsimile 1, Figure 9.

[74]Lediglich eine Andeutung findet sich in Josua 24:2.

[75] See, for instance, Jubilees 11:4, 7-8, 16-17; 12:1-8, 12-14; English translation at The Old Testament Pseudepigrapha [hereafter OTP], edited by James H. Charlesworth, 2 vols. (Garden City: Doubleday, 1983-85), 2:78-80.  See also Jasher 9:6-19; 11:15-61; Josephus, Antiquities of the Jews, 1.7.1; Apocalypse of Abraham 1-8 [OTP 1:689-693]; Qur’®n 6:75; 9:114; 19:42-51; 21:52-68; 26:70-83; 37:84-97.

[76] Abraham 1:10, 13.

[77]  See Lundquist, “Was Abraham at Ebla?” 233-235; Hoskisson, “Where Was Ur of the Chaldees?” 136, note 44; John Gee, “A Tragedy of Errors,” Review of Books on the Book of Mormon 4 (1992): 115, note 64.

[78]  Abraham 1:6; 1:13; 1:17; Facs. 1, Figs. 4-8.  See Lundquist, “Was Abraham at Ebla?” 232; Tvedtnes and Christensen, Ur of the Chaldeans, 32-33.

[79] See Michael D. Rhodes, “A Translation and Commentary of the Joseph Smith Hypocephalus,“ Brigham Young University Studies 17/2 (Winter 1977): 259-274; John Gee, “Notes on the Sons of Horus” (Provo: F.A.R.M.S., 1991).

[80] See, for instance, Adriaan de Buck, The Egyptian Coffin Texts, 7 vols. (Chicago: University of Chicago Press, 1935-61), 61 I 263; idem., Egyptian Reading Book (Leiden: Nederlands Instituut voor het Nabije Oosten, 1963), 53.15; 57.10.

[81] Abraham Facs. 1, Fig. 12.

[82] Erik Hornung, “Himmelsvorstellungen,” in Lexikon der Ägyptologie, edited by Wolfgang Helck and Hartwig Altenmüller, 7 vols. (Wiesbaden: Harrassowitz, 1977-89), 2:1216.

[83] Abraham Facs. 1, Fig. 9.

[84] Miriam Lichtheim, Ancient Egyptian Literature: A Book of Readings, 3 vols. (Berkeley: University of California Press, 1975-80), 1:40.

[85] Lichtheim, Ancient Egyptian Literature, 1:201.

[86] Abraham 1:7-20; Facs. 1.

[87] Jasher 12:1-43 (cf. Jasher 8); Pseudo-Philo 6 [OTP 2:310-312]; Qur’®n 21:69-72; 37:98-99.  Diese Quellen weichen aber insofern von Abraham ab, als sie berichten, Abraham sei in einen Ofen geworfen worden.  Der einzige potenzielle biblische Bezug zu Abrahams Rettung vor dem Tod ist ein vager Kommentar in Jesaja 29:22 über “denn Herrn, der Abraham losgekauft hat”.

[88] John Gee, “References to Abraham Found in Two Egyptian Texts,” Insights: An Ancient Window (September 1991): 1, 3; idem., “Abraham in Ancient Egyptian Texts,” Ensign 22 (July 1992): 60-62.

[89] John Gee, “Abracadabra, Isaac, and Jacob,” review of Edward H. Ashment, “The Use of Egyptian Magical Papyri to Authenticate the Book of Abraham: A Critical Review,” FARMS Review 7/1 (1995): 19-85.

[90] Abraham 1:29-30; 2:1-4.

[91] Abraham 2:22-25.

[92] See Genesis 12:11-20.

[93] For a discussion of the case, see Thomas W. Mackay, “Abraham in Egypt: A Collation of Evidence for the Case of the Missing Wife,” BYU Studies 10/4 (Summer 1970): 429-451.

[94] Abraham 3:1-17.

[95] Abraham 3:9; cf. 3:2, 10.

[96] See John Gee, William Hamblin, and Daniel C. Peterson, “‘And I Saw the Stars’: The Book of Abraham and Ancient Geocentric Astronomy,” in John Gee and Brian M. Hauglid, eds. Astronomy, Papyrus, and Covenant (Provo: FARMS, 2005), 1-16.

[97] Josephus, Antiquities of the Jews, 1.7.2.

[98]  Testament of Abraham 9-10 [OTP 1:886-888].

[99] Jubilees 12:16-19 [OTP 2:81]; Qur’®n 6:76-80.

[100] See Apocalypse of Abraham 12, 15-24 [OTP 1:694-701].  The quotation is taken from 19:9, as translated by R. Rubinkiewicz in OTP 1:699.

[101]  Ab‚ Ja‘far Muhammad b. Jarir al-Tabari, Jami‘ al-Bayan fi Tafsir al-Qur’an, 30 vols. (Beirut: Dar Ma‘rifa li al-Tiba‘a wa al-Nashr, 1978), 7:160; cf. Abu ‘Abd Allah Muhammad b. Ahmad al-Ansari al-Qurtubi, Al-Jami‘ li-Ahkam al-Qur’an, 8 vols. (Cairo: D®r al-Sha‘b, n.d.), 3:2459.  Es ist vielleicht bedeutsam, dass die klassischen arabischen Berichte von Abrahams Vision nach Koran 6:76-80 das semitische Wort kawkab für “Stern” enthalten, das auch im Buch Abraham verwendet wird.  (See “Kokob” [3:13] and “Hah-ko-kau-beam” [3:13; Facs. 2, Fig. 5].)  Ab‚ al-Fida’ Isma‘il b. Kathir al-Qurashi al-Dimashqi, Tafsir al-Qur’an al-‘Azim, 4 vols. (Aleppo: Maktabat al-Turath al-Islami, 1980), 2:151 even has to explain the authentically Arabic kawkab by means of its synonym najm, with which his medieval readers were evidently more familiar.

[102] Abraham 3:15.

[103] Josephus, Antiquities of the Jews, 1.8.1-2.

[104] Eusebius, Praeparatio Evangelica 9.17.8; 9.18.1-2 [OTP 1:881-882].  The original author is generally called Pseudo-Eupolemus.  R. Doran, in OTP 2:873, dates his activity to sometime prior to the first century B.C.  The apocryphal book of Jasher 15:22, too, has Abraham invited to the palace of the king of Egypt and treated with great honor.

[105] Al-Tabari, Jami‘ al-Bayan, 7:160.  The Apocalypse of Abraham 21-25 [OTP 1:699-702] represents the patriarch as receiving a vision of the Garden of Eden, of the fall of Adam and Eve, and of the wickedness of Cain.

[106] Abraham 4:1, 12, 14-16, 25, 27.

[107] B. W. Anderson, “Creation,” in The Interpreter’s Dictionary of the Bible, 4 vols. and a supplement (Nashville: Abingdon, 1962-76), 1:728.

[108] See Gerhard May, Schöpfung aus dem Nichts: Die Entstehung der Lehre von der Creatio Ex Nihilo, Arbeiten zur Kirchengeschichte, 48 (Berlin: Walter de Gruyter, 1978); Jonathan A. Goldstein, “The Origins of the Doctrine of Creation Ex Nihilo,” Journal of Jewish Studies 35 (Autumn 1984): 127-35; David Winston, “Creation Ex Nihilo Revisited: A Reply to Jonathan Goldstein,” Journal of Jewish Studies 37 (Spring 1986): 88-91; Peter Hayman, “Monotheism — A Misused Word in Jewish Studies?” Journal of Jewish Studies 42 (Spring 1991): 2-4; Frances Young, “Creatio Ex Nihilo: A Context for the Emergence of the Christian Doctrine of Creation,” Scottish Journal of Theology 44 (1991): 139-51.

[109] A brief survey of relevant materials is Daniel C. Peterson and Stephen D. Ricks, “Comparing LDS Beliefs with First-Century Christianity,” The Ensign 18 (March 1988): 6-11.

[110] Matthew 28:19.

[111] See Acts 1:15-26.

[112] See Luke 10:1, 17; compare Exodus 24:1, 9; Numbers 11:16; Ezekiel 8:11; also S. Kent Brown, “The Seventy in Scripture,” in Lundquist and Ricks, By Study and Also by Faith, 1:25-45.

[113] Exhortations to be loyal to local bishops are especially common and impassioned in the various epistles of St. Ignatius of Antioch (d. ca. A.D. 107), i.e. at an early age when the loss of apostolic direction was still acutely felt.

[114] For example, see Acts 10; 16:6-10.  Compare, for the general idea of spiritual gifts in the ancient church, 1 Corinthians 2:4; Galatians 3:5; 1 Thessalonians 1:5.

[115] See, for example, Eusebius, Church History, 3.37.1; 5.17.1-4.  The Montanist movement, in the second half of the second Christian century, represents both a protest against the loss of prophecy in the church and an attempt to bring it back.

[116] See Milton V. Backman, Jr., The Heavens Resound.  At least two of the persons involved compared the revelation on priesthood, given in 1978, to the experience of the early Christians at Pentecost.  See Leonard J. Arrington, Adventures of a Church Historian (Urbana: University of Illinois Press, 1998), 177.  Bruce R. McConkie.  XXXX  For notes on the restoration of spiritual gifts in the modern Church, see Brown, All Things Restored, 133-155.  Much, much more could be written on this topic.  Compare Acts 2.

[117] General treatments of the specific issues that will be briefly discussed below, and many besides, include Hugh Nibley, The World and the Prophets, 3d ed. (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1987); Hugh Nibley, Mormonism and Early Christianity (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1987); Barry Robert Bickmore, Restoring the Ancient Church: Joseph Smith and Early Christianity (Ben Lomond, CA: Foundation for Apologetic Information and Research, 1999).

[118] Stephen D. Ricks, “Adam’s Fall in the Book of Mormon, Second Temple Judaism, and Early Christianity,” in The Disciple as Scholar, 595-606.

[119] Edwin Hatch, The Influence of Greek Ideas on Christianity (Gloucester, MA: Smith, 1970), 1.

[120] Midgley, “’To Remember and Keep,’” in Ricks, Parry, and Hedges, The Disciple as Scholar, 95-137; also Daniel C. Peterson, “’What Has Athens to Do with Jerusalem’: Apostasy and Restoration in the Big Picture,” FARMS Review of Books 12/2 (2000).  FORTHCOMING.

[121] See 1 Corinthians 15:29 for an oblique reference to the practice, clearly among Christians; also Nibley, The World and the Prophets, 163-171; Hugh Nibley, “Baptism for the Dead in Ancient Times,” in Nibley, Mormonism and Early Christianity, 100-167; John A. Tvedtnes, “Baptism for the Dead in Early Christianity,” in Parry and Ricks, The Temple in Time and Eternity, 55-78.  See, too, the important statement by the eminent Lutheran New Testament scholar and clergyman Krister Stendahl, in Encyclopedia of Mormonism XXXXX.

[122] For recent discussions of this subject, see Daniel C. Peterson, review of Rüdiger Hauth, Die Mormonen, in FARMS Review of Books 9/2 (1997): 131-139; John A. Tvedtnes, “’The Dead Shall Hear the Voice,’” FARMS Review of Books 10/2 (1998): 184-199.  A Protestant philosopher suggests the possibility of a postmortem chance for those who have not heard the message of Christianity, and specifically adduces Paul’s reference to baptism for the dead at 1 Corinthians 15:29, in Stephen T. Davis, Risen Indeed: Making Sense of the Resurrection (Grand Rapids: Eerdmans, 1993), 159-65.

[123] For samples of a considerable and growing literature, see Truman G. Madsen, ed., The Temple in Antiquity: Ancient Records and Modern Perspectives (Provo: Religious Studies Center, Brigham Young University, 1984); John M. Lundquist, “Temple, Covenant, and Law in the Ancient Near East and in the Old Testament,” in Gileadi, Israel’s Apostasy and Restoration, 293-305; William J. Hamblin, “Aspects of an Early Christian Initiation Ritual,” in Lundquist and Ricks, By Study and Also by Faith, 1:202-221; Hugh Nibley, Temple and Cosmos (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1992); John M. Lundquist, The Temple: Meeting Place of Heaven and Earth (London: Thames and Hudson, 1993); Donald W. Parry, ed., Temples of the Ancient World (Salt Lake City: Deseret Book and FARMS, 1994); Matthew B. Brown, The Gate of Heaven: Insights on the Doctrines and Symbols of the Temple (American Fork, UT: Covenant Communications, 1999); Parry and Ricks, The Temple in Time and Eternity.  Guy G. Stroumsa, Hidden Wisdom: Esoteric Traditions and the Roots of Christian Mysticism (Leiden: E. J. Brill, 1996) offers a useful glimpse of early Christian esotericism.

[124] See Harold W. Turner, From Temple to Meeting House: The Phenomenology and Theology of Places of Worship (New York: Mouton, 1979), 49.  Directions for building the portable Israelite tabernacle and establishing its liturgy were given to Moses in great detail, as recorded in Exodus 25:-31.  1 Chronicles 28:11-19 says that the plans for the temple in Jerusalem were given by inspiration to David, and passed on by him to his son Solomon.  Specifications for the temple at Kirtland, Ohio, were given in at least two revelations received in 1833, including Doctrine and Covenants 94:3-9 and an interesting vision granted to the entire First Presidency of the Church.  For the latter, see Lyndon W. Cook, The Revelations of the Prophet Joseph Smith: A Historical and Biographical Commentary of the Doctrine and Covenants (Provo: Seventies Mission Bookstore, 1981), 197-198.  Joseph Smith had also seen the original Nauvoo Illinois Temple in vision prior to its construction.  See, for example, B. H. Roberts, ed., History of the Church (Salt Lake City: Deseret Book, 1978), 6:196-197; also the mocking and dismissive account given in Josiah Quincy, Figures of the Past (Boston, 1883), 389; compare Doctrine and Covenants 124:25-44.  The case of the Salt Lake Temple is similar.  “I scarcely ever say much about revelations, or visions,” said Brigham Young in a sermon on 6 April 1853, “but suffice it to say, five years ago last July I was here, and saw in the Spirit the Temple not ten feet from where we have laid the Chief Corner Stone.  I have not inquired what kind of a Temple we should build.  Why?  Because it was represented before me.  I have never looked upon that ground, but the vision of it was there.  I see it as plainly as if it was in reality before me.”  (See Journal of Discourses 1:XXX-XXX.)  And the pattern holds true for the latest generation of temples.  In the dedicatory prayer for the Colonia Juarez Chihuahua Temple on 6 March 1999, President Gordon B. Hinckley said, “It was here in Northern Mexico, that Thou didst reveal the idea and the plan of a smaller temple, complete in every necessary detail, but suited in size to the needs and circumstances of the Church membership in this area of Thy vineyard.  That revelation came of a desire and a prayer to help Thy people of these colonies who have been true and loyal during the century and more that they have lived here.”  The complete text of the prayer is readily available at http://www.ldstemplepage.org/juarez.html.  For background information, see Dell Van Orden, “Inspiration Came for Smaller Temples on Trip to Mexico,” Church News (1 August 1998): 3.

[125] John M. Lundquist, “The Common Temple Ideology of the Ancient Near East,” in Madsen, The Temple in Antiquity, 53-76; Richard J. Clifford, “The Temple and the Holy Mountain,” in Madsen, The Temple in Antiquity, 107-124; John M. Lundquist, “What is a Temple? A Preliminary Typology,” in Parry, Temples of the Ancient World, 83-117.

[126] But, again, Joseph Smith seems to have been unaware of the coincidence.  At least, he never appears to have mentioned it, let alone to have attempted to capitalize upon it.  It is also appropriate that Moses, during whose time and through whose prophetic ministry the Passover itself was instituted, appeared on the same occasion, to restore the authority to direct the gathering of Israel (as alluded to above).  See Stephen D. Ricks, “The Appearance of Elijah and Moses in the Kirtland Temple and the Jewish Passover,” BYU Studies 23/4 (Fall 1983): 483-86.

[127] Edmond LaB. Cherbonnier, “In Defense of Anthropomorphism,” in Truman G. Madsen, ed., Reflections on Mormonism: Judaeo-Christian Parallels (Provo: Religious Studies Center, Brigham Young University, 1978), 155-173; Roland J. Teske, “Divine Immutability in Saint Augustine,” The Modern Schoolman 63 (May 1986): 233-249; David L. Paulsen, “Early Christian Belief in a Corporeal Deity: Origen and Augustine as Reluctant Witnesses,” Harvard Theological Review 83 (1990): 105-116; David L. Paulsen, BYU Studies XXXXXX.

[128] Paulsen, “Early Christian Belief in a Corporeal Deity.

[129] Alan Richardson, Creeds in the Making: A Short Introduction to the History of Christian Doctrine (London: SCM, 1990), 86.  (See, generally, pp. 85-88.)

[130] For some references and commentary, see Keith E. Norman, “Deification: The Content of Athanasian Soteriology,” Ph.D. diss., Duke University, 1980; now reprinted as Foundation for Ancient Research and Mormon Studies Occasional Papers 1/1 (2000); Daniel C. Peterson, “’Ye Are Gods’: Psalm 82 and John 10 as Witnesses to the Divine Nature of Humankind,” in Ricks, Parry, and Hedges, The Disciple as Scholar, 471-594..  See also the references given at Offenders, XXXXX. The Latter-day Saint doctrine of “eternal progression” manifests unmistakable affinities with the “irenaean” view of the afterlife—the term is derived from the name of the great second century bishop of Lyons, St. Irenaeus—identified by John H. Hick, Death and Eternal Life (San Francisco: Harper and Row, 1976).

[131] Ernst W. Benz, “Imago Dei: Man in the Image of God.”  In Reflections on Mormonism: Judaeo-Christian Parallels, ed. Truman G. Madsen (Provo: Religious Studies Center, Brigham Young University, 1978): 215-216.

[132] Mormon 9:11-13.

[133] 2 Corinthians 12:2-4.

[134] 3 Nephi 28:13-16.

[135] 3 Nephi 28:10.

[136] Doctrine and Covenants 76:55, 58-59.

[137] President Snow apparently first encountered the idea of human exaltation when he received his patriarchal blessing under the hands of Joseph Smith, Sr.  However, the full doctrine embodied in the couplet only came to him years afterward, by revelation.  See Clyde J. Williams, The Teachings of Lorenzo Snow (Salt Lake City: Bookcraft, 1984), 1-9.

[138] Acts 3:20-21.

[139] 3 Nephi 21:7.

 

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Last Updated November 07, 2009
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