Frühe christliche und jüdische Rituale in Verbindung mit Tempelpraktiken

John A. Tvedtnes

Early Christian and Jewish Rituals Related to Temple Practices

Eine Anzahl früher jüdischer und christlicher Dokumentationen befasst sich mit Elementen, die man in modernen HLT-Tempeln wiederfindet. Als solche bestätigen sie das Alter unserer Tempelriten.[1] Die Menge der Informationen ist so groß, dass es nicht möglich sein wird, alle Aspekte in dieser kurzen Abhandlung zu besprechen. Zusätzlich zu einigen Artikeln, die ich geschrieben habe, möchte ich Sie auf die Untersuchungen über Tempel hinweisen, die von HLT-Forschern wie Hugh Nibley, John M. Lundquist, Donald W. Parry, Stephen D. Ricks, and Matthew B. Brown geschrieben wurden.

Als ein Beispiel lassen Sie mich bemerken, dass ich bis dato fünfzehn frühe christliche Dokumente gefunden habe, die von Taufen für die Toten sprechen, zusammen mit einigen mandäischen und jüdischen Texten. Diese Informationen werden in meinem Artikel „Taufen für die Toten im frühzeitilichen Christentum” enthalten sein, dessen Publikation für einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr, in einer anderen Tempelausgabe von FARMS, geplant ist.

Einführung

In meinen früheren Publikationen „Olivenöl als ein Symbol für den Heiligen Geist” [2] und „Tempelbekleidung in biblischen Zeiten” [3] besprach ich den einleitenden Charakter von Waschung, Salbung und Einkleidung, die von priesterlichen und ebenso königlichen Einführungen bekannt sind. Alle drei Elemente findet man in der priesterlichen Ordination von Levi, wie sie in dem Werk aus dem zweiten Jahrhundert v.Chr.: Testaments of the Twelve Patriarchs: beschrieben wird.

Und ich sah sieben Männer in weißen Kleidern, welche zu mir sprachen: „Stehe auf, ziehe das priesterliche Gewand an und die Krone der Gerechtigkeit und den Brustschild des Verstandes und das Kleid der Wahrheit und den Brustpanzer des Glaubens und den Kopfbund und das Schulterkleid für die Kraft der Weissagung.” Und ein jeder von ihnen trug etwas herzu, und sie legten es mir an und sprachen: „Von nun an sei ein Priester des Herrn, du und deine Nachkommenschaft bis in Ewigkeit!” Und der erste salbte mich mit heiligem Öl und gab mir einen Stab. Der zweite wusch mich mit reinem Wasser und speiste mich eigenhändig mit Brot und heiligem Wein und legte mir ein heiliges und herrliches Gewand um. Der dritte bekleidete mich mit etwas aus Leinen, ähnlich dem hohepriesterlichen Ephod. Der vierte legte mir einen Gürtel um, ähnlich wie Purpur. Der fünfte gab mir einen Zweig von einem reifen Ölbaum. Der sechste setzte mir einen Kranz auf das Haupt. Der siebente setzte mir das Diadem des Priestertums auf das Haupt, und füllte meine Hände mit Weihrauch, so dass ich als Priester dem Herrn und Gott diene. (Testament of Levi 8:2-10.)[4]

Der himmlische Hintergrund dieser Zeremonie spiegelt sich auch in der mittelalterlichen Geschichte der Himmelfahrt Enoch’s wieder – 2 Enoch 22:8-10: Und der Herr sprach zu Michael „Geh und entkleide Enoch von (seinen) irdischen Kleidern und salbe ihn mit meinem angenehmen Öl und lege ihm die Kleidung meiner Herrlichkeit an.” Und Michael tat genau wie ihn der Herr geheißen hatte. Er salbte mich und bekleidete mich. Und die Erscheinung dieses Öls ist größer als das größte Licht und seine Salbung ist wie süßer Tau und sein Duft wie Myrrhe und es ist wie Strahlen der glitzernden Sonne. Und ich sah mich an und ich war wie einer seiner Glorreichen geworden. [5]

Ein ähnlicher Bericht in – 1 Enoch 71:3, geschrieben im zweiten Jahrhundert vor Chr., lässt Enoch erzählen

„und der Engel Michael, einer der Erzengel, fasste mich bei meiner rechten Hand und hob mich auf, führte mich in die Geheimnisse der Gnade; und er zeigte mir alle die Geheimnisse der Rechtschaffenheit.” [6]

Solche Berichte erinnern an den mittelalterlichen Text, der dem Jüdischen Rabbi Akibe, im zweiten Jahrhundert nach Chr., zugeschrieben wird, in welchem, am Tage der Erlösung, der Herr im Paradies sitzen und die Thora erklären wird und er Stimmen aus der Gehenna hört die mit „Amen” antworten. Als Reaktion darauf sendet er die Engel Michael und Gabriel mit Schlüsseln für die Tore der Gehenna um diese bereuenden Seelen zu erlösen. Der Text fährt fort:

Was tun Michael und Gabriel dann? In dieser Stunde ergreifen sie die Hand eines jeden dieser Bösen und ziehen ihn hoch, wie ein Mann der seinen Mitmenschen aus einer Grube hochzieht … und Michael und Gabriel stehen über ihnen in dieser Stunde und waschen und salben sie mit Öl und heilen ihren Wunden aus der Gehenna und kleiden sie in schöne und gute Kleider, nehmen sie bei der Hand und bringen sie vor den Allerhöchsten, gesegnet sei er, … und wenn sie das Tor des Garten Eden erreichen, treten zuerst Michael und Gabriel ein und beraten sich mit dem Allerhöchsten, gesegnet sei er, und der antwortet ihnen und sagt: „Lasset sie ein und meine Herrlichkeit schauen.” (Midrash Alpha Beta diRabbi Akiba.)[7]

Im frühen Christentum, nach dem Abfall,vermischte sich die Tempeleinführung schließlich mit der Taufeinführung, die beides beinhaltet, die Waschung und Salbung mit Öl, zugleich mit dem Anlegen von weißer Kleidung und manchmal den Empfang eines neuen Namens. [8] So lesen wir in Acts of Thomas 157, dass der Apostel einer Mygdonia auftrug, ihre Schwestern zu entkleiden und ihnen „Gürtel” anzulegen, danach segnete er das Öl und salbte eine der Schwestern, dann ließ er Mygdonia die anderen salben. Dann führte er sie ins Wasser und taufte sie. [9] In einer anderen Passage (Acts of Thomas 5), salbte der Apostel seine Schädeldecke, seine Nasenlöcher, seine Ohren, seine Zähne und den Bereich um sein Herz. [10]

Besonders signifikant sind in dieser Hinsicht die fünf katechetischen Belehrungen, die von dem Bischof Cyril im vierten Jahrhundert neugetauften Christen erteilt wurden und die Belehrungen 19-23 in der Sammlung enthalten. In der ersten Belehrung (19:10-11) spricht er davon, dass die Bekehrten mit „der Kleidung der Erlösung, ja Jesus Christus” bekleidet werden und erinnert sie, dass „diese Dinge in der äußeren Kammer getan werden. Aber wenn Gott es will und wir in den folgenden Belehrungen über die Mysterien in das Heiligste des Heiligen eingegangen sind, werden wir die symbolische Bedeutung der Dinge erfahren, die da durchgeführt werden.” [11] In der zweiten Belehrung (20:2-4) erinnert er seine Zuhörer: „die Dinge, die an Euch in der inneren Kammer vollzogen wurden waren symbolisch. Sobald ihr eingetreten seid, habt ihr eure Kleider abgelegt; und das war ein Zeichen für das Ablegen des alten Mannes und seiner Taten. Nachdem ihr euch ausgezogen habt wart ihr nackt … Nachdem ihr nackt wart, wurdet ihr mit gereinigtem Öl gesalbt, von den Spitzen eurer Haare bis zu euren Füßen und wurdet zu Teilhabern am guten Olivenbaum, Jesus Christus … Nach diesen Dingen wurdet ihr zu dem Becken der Heiligen Taufe geführt.” [12] In der dritten Belehrung (21:3-4,6) erklärt er, dass die Salbung auf der Stirn und „deinen anderen Sinnen” symbolisch aufgetragen wird, und während der Körper mit der sichtbaren Salbung gesalbt wird, wird die Seele durch den Heiligen und lebensspenden Geist gereinigt wird… Und ihr wurdet zuerst auf der Stirn gesalbt … dann eure Ohren, auf dass ihr die Ohren empfangen möget, die die Göttlichen Mysterien schnell hören … dann eure Nasenlöcher, … danach eure Brust.” Danach erklärt er, dass die Salbung für den Hohen Priester und König ist, hinweisend, dass der Eingeführte ein Priester und König wird. [13] In der vierten Belehrung (22:8), zitiert Cyril Ecclesiastes 9:8 („Lasse deine Kleidung immer weiß sein und deinem Kopf niemals die Salbe ausgehen”) und fügt hinzu, „Aber nun, nachdem du deine alten Kleider abgelegt hast und jene angezogen hast, die geistig weiß sind, musst du ständig weiß gekleidet sein: natürlich meinen wir damit nicht, dss du immer weiße Gewänder zu tragen hast; aber du musst bekleidet sein mit Kleidern, die wirklich weiß und glänzend und geistig sind.” [14]

Die Einführung als König oder Priester (oder Bischof) beinhaltet, sogar in unserem Jahrhundert den Erhalt eines neuen Namens. Tatsächlich ist die Vergabe eines neuen Namens während Einführungszeremonien in vielen Kulturen üblich, wie ich herausgefunden habe, als ich an meinem BA in Anthropologie gearbeitet habe. Trotzdem viele zusätzliche Informationen hinzugefügt werden könnten, zu dem was schon publiziert wurde, verweise ich auf die exzellente Studie von Bruce H. Porter und Stephen D. Ricks zu diesem Thema.[15] Ich möchte nur gerne einen Hinweis hinzufügen, der von den Mandäern stammt, einer religiösen Gemeinschaft aus dem Irak und dem Iran, die angeben Nachfahren von Johannes dem Täufer zu sein. Hier zitiere ich aus dem Dokument, das als Diwan Masbuta d Hibil Ziwa („Die Schriftrolle über die Taufe von Hibil Ziwa”) bezeichnet wird und in welchem Siegelungen, Handgriffe (kuöta auf Mandäisch) und Namen erwähnt werden:

Und die Könige (Geister) führten kuöta mit ihm durch und (jeder) übertrug auf ihn etwas von seiner Herrlichkeit. Sie gaben ihm sieben Auflagen und besiegelten ihn mit dem ersten Siegel; sein Name, ein geheimer Name, wurde dann eingeprägt. Dann (siegelten sie ihn mit) einem zweiten Siegel, „Das Siegel-Maköiel” wurde daraufhin eingeprägt. (Dann) ein Drittes; sein Name war „Zarziel-das-ihn-beschützt” und ein geheimer Name wurde eingeprägt. Das vierte Siegel, „Großes Licht” wurde eingeprägt, ein geheimer Name. Das fünfte Siegel „Licht” wurde eingeprägt, ein geheimer Name. Das siebente Siegel „Name-des-Lebens” wurde eingeprägt (und?) „Strahlung”, ein geheimer Name. So waren die Siegelungen jeden Tag. [16]

Der Handgriff

Der Handgriff, während der Enthüllung von Geheimnissen, ist aus einer Anzahl von frühen Dokumenten bekannt. [17] Hier werden wir nur einige untersuchen. In einem Dokument der Christlichen Gnostiker aus dem fünften Jahrhundert, das in Nag Hammadi, Ägypten, 1945 gefunden wurde, der Second Apocalypse of James (V,4), sagt Jesus zu dem Apostel, dass er ihm Geheimnisse enthüllen werde und sagte dann, „strecke deine [Hand] aus. Nun ergreife mich.” [18] Eine meiner Lieblingspassagen ist in der Falschzuschreibung Joseph and Aseneth, zu finden, das unterschiedlich, von frühestens 100 v. Chr bis spätestens 200 n.Chr., datiert wurde:

Und Levi war an Aseneth’s rechter (Seite) und Joseph an (ihrer) linken. Und Aseneth ergriff Levi’s Hand. Und Aseneth liebte Levi ausserordentlich, mehr als alle Brüder Joseph’s, da er derjenige war, der sich an den Herrn gebunden hatte und er war ein umsichtiger Mann und ein Prophet des Allerhöchsten und er war scharfsichtig mit seinen Augen und er sah Buchstaben vom Finger Gottes an den Himmel geschrieben und er wusste die unaussprechlichen (Mysterien) des höchsten Gottes und enthüllte sie Aseneth im Geheimen, da er selbst, Levi, Aseneth sehr liebte und ihren Ruheplatz im Höchsten sah und ihre Mauern wie diamantene, ewige Mauern und ihre Fundamente basierend auf einem Fels des siebenten Himmels. (Joseph and Aseneth 22:12-13.)[19]

Der Handgriff spielt eine Rolle in einer äthiopisch christlichen Geschichte über den Konflikt von Adam und Eva mit Satan I, 70:11-16. Satan erschien dem ersten Paar in der Verkleidung eines Engels und wollte, dass Adam ihm schwören solle, dass er das Wort Gottes von ihm empfangen würde. „Dann sagte Adam ‚Ich weiß nicht, wie man schwört oder verspricht.’ Und Satan sagte zu ihm ‚Strecke deine Hand aus und lege sie in meine Hand’. Dann streckte Adam seine Hand aus und legte sie in Satans Hand ; und Satan sagte zu ihm ‚Sage, nun – so wahr wie Gott lebt, rational und sprechend, der die Himmel in den Raum erhoben hat und die Erde auf dem Wasser etabliert hat und mich aus den vier Elementen erschaffen hat und aus dem Staub der Erde – Ich werde mein Versprechen nicht brechen oder mein Wort widerrufen.’ Und Adam schwor es so. [20]

Geheime Worte

Viele der frühen Kirchenväter schrieben über Mysterien und geheime Lehren. Nur um all die Hinweise alleine aufzuzählen würde mehr Zeit erfordern, als wir erübrigen können. So werden wir uns auf einige Passagen konzentrieren, die geheime Worte erwähnen.

In den Testamenten der Zwölf Patriarchen finden wir, dass Judah, Sohn Jakobs (Israel), zweimal seinen Schwur der Geheimhaltung wegen Trunkenheit gebrochen hatte. Er warnte seine Kinder „Die Mysterien von Gott und Menschen werden vom Wein verraten, so wie ich dem kanaanitischem Weib die Gebote Gottes und die Mysterien von Jakob, meinem Vater, verraten habe, von denen Gott mir geboten hatte, sie nicht zu verraten.” (Testament of Judah 16:4).[21] Juda hatte auch seine ehebrecherische Beziehung mit seiner Schwiegertochter Tamar besprochen, die sich als Hure verkleidet hatte (Genesis 38:13-26 ). Als ihre Schwangerschaft entdeckt wurde, wollte Juda sie bestrafen, als sie ihn mit einigen seiner Besitztümer konfrontierte, die er der „Hure” gegeben hatte und die er wiedererkannte. Aber offenbar gab sie ihm auch noch ein anderes Zeichen: „Ich bestellte sie zu mir und hörte die Worte eines Mysteriums, die gesprochen wurden während ich betrunken war und mit ihr geschlafen hatte. So konnte ich sie nicht töten, denn das war vom Herrn” (Testament of Judah 12:6).[22]

Das Acts of Thomas hat einige Passagen, die sich mit Tempelritualen zu beschäftigen scheinen, von denen wir schon einige gesehen haben. In einer Passage stand der Apostel um zu beten und er sagte: „Du Herr bist der, der versteckte Mysterien enthüllt und Worte erscheinen lässt, die geheim sind” (Acts of Thomas 10).[23] Während eines nachfolgenden Gebetes begann er „Jesus, das versteckte Mysterium, das uns enthüllt wurde, du bist der, der uns viele Mysterien gezeigt hat; du hast mich auserwählt von all meinen Mitbrüdern und sprachst zu mir drei Worte womit ich entbrannt bin und ich bin nicht fähig sie zu den Anderen zu sagen.” (Acts of Thomas 47).[24]

Der zweite christliche Schreiber aus dem dritten Jahrhundert, Hippolytus, schrieb, dass die „Heretiker” Basilides und Isodorus „sagen, dass [der Apostel] Matthias mit ihnen in geheimen Belehrungen kommuniziere, welche er, in besonderen Instruktionen, vom Erlöser gehört hatte.” [25]

Gebetskreis

Der Gebetskreis ist ebenfalls aus frühen christlichen Texten bekannt und wurde von Anderen (Autoren – Übers.) ausführlich besprochen. [26] In meinem Artikel „Tempelgebete in alter Zeit”, der in diesem Jahr in der nächsten Tempelausgabe von FARMS, erscheinen wird, bespreche ich die anderen Aspekte der alten Tempelgebete, besonders die Körperhaltung und wie das Gebet den Schleier öffnet, um jemandem die Freude an der Gegenwart Gottes zu erlauben.

Besonders beeindruckend sind die Beschreibungen der Gebetskreise, die in den christlichen gnostischen Werken, bekannt als Pistis Sophia und den Books of Jeu, gegeben werden, von denen man annimmt, dass sie aus dem zweiten Jahrhundert stammen. In 1 Jeu 41, der auferstandene Christus „sagte zu ihnen, den Zwölfen,: ‚Umringt mich, alle von euch.’” Er belehrte sie dann „antwortet mir und gebt mir die Ehre, wie ich auch meinem Vater die Ehre gebe” und sprach dann ein längeres Gebet. Nach dem Ende jeder Äußerung des Gebetes, wiederholten die Apostel im Chor „Amen. Amen. Amen.”[27]

Eine der bemerkenswertesten Beschreibung ist in dem fünften Buch der Pistis Sophia, zu finden, wo wir lesen, wie Jesus vor dem Altar steht, umringt von seinen Aposteln und weiblichen Jüngern, in leinene Gewänder gekleidet (Pistis Sophia 138). Kurze Zeit später befahl Jesus den Jüngern ein Opfer aus Wasser, Wein und Brot vorzubereiten. Dann steht er vor dem Opfer, mit den in leinene Gewänder gekleideten Jüngern hinter ihm, und sie machen Zeichen mit ihren Händen während Christus betet. (Pistis Sophia 142).

Der Bericht über diese Opferung ist auch in einem anderen Koptischen Dokument zu finden, 2 Jeu 45-47, wo Jesus die Jünger, Männer und Frauen, sich in leinene Gewänder kleiden und dann um ihn aufstellen lässt, während er am Altar opfert und betet. Diese Szene wird gefolgt von den Instruktionen Jesu’s, wie die Jünger die Zeichen und Namen verwenden können, um beide, Götter und Engel, passieren zu können, um in die Gegenwart des Vaters eingehen zu können (2 Jeu 48-50). In 1 Jeu 41, lässt sich Jesus von den Zwölfen umringen während er betet und lässt sie dann alles wiederholen. In den folgenden Kapiteln (2 Jeu 42-43, anders als in 1 Jeu) bittet Jesus die Zwölf und die weiblichen Jünger sich um ihn herum aufstellen, damit er sie die Mysterien Gottes lehren kann. Was dann folgt im Text, ist eine Erläuterung von Zeichen, Siegeln und wie man die Wächter am Schleier passieren kann in die Gegenwart Gottes.

Passieren der Engel

Eine Anzahl von anderen frühen Dokumenten besprechen auch die Wächter an den himmlischen Schleiern. Um diese frühen Zeugen in Perspektive zu bringen, müssen wir uns mit der Definition des Endowments (Begabung) befassen, die uns Brigham Young gegeben hat:

Dein Endowment ist, alle die Verordnungen im Hause des Herrn zu empfangen, die für dich notwendig sind, nachdem du dieses Leben verlassen hast, und es dir ermöglichen in die Gegenwart des Vaters zurück zu gehen, an den Engel vorüberzugehen, die als Wächter stehen, weil du fähig bist, ihnen die Schlüsselworte, die Zeichen und Merkmale, die zum Heiligen Priestertum gehören, zu geben und deine ewige Erhöhung zu erlangen, trotz Erde und Hölle. (Journal of Discourses 2:31, Hervorhebung hinzugefügt).

Präsident Young sprach über dieses Thema bei einigen Gelegenheiten[28], ebenso taten das einige der anderen Apostel seiner Tage.[29] Der Herr hatte Joseph Smith gesagt, dass die, die eine ewige Ehe eingehen, wenn sie würdig bleiben, „sie werden an den Engeln und den Göttern, die dort hingestellt sind, vorbeigehen zu ihrer Erhöhung und Herrlichkeit in allen Dingen, wie es auf ihr Haupt gesiegelt wurde, und diese Herrlichkeit wird eine Fülle und eine Fortdauer des Samens sein, für immer und immer.” (LuB 132:19).

Die Wächter der himmlischen Tore oder Schleier werden in einer ganzen Anzahl von alten Texten erwähnt. Der Christliche Schreiber aus dem dritten Jahrhundert, Origen, berichtet, dass die Orphischen Gnostiker glauben, dass sieben Führer die Tore bewachen durch welche die Seele in den Himmel aufsteigt. (Contra Celsum 6:24-38).[30] Nach 3 Enoch 18:3-4, bewacht ein Engel jedes der Tore der sieben himmlischen Paläste. Die Engel, die die himmlischen Tore bewachen, werden in 3 Enoch 18:3; Chronicles of Jerahmeel 18:1, cf. 20:1-2; und Hekalot Rabbati 22:1. erwähnt. Die Wächter der Tore der Ewigkeit werden auch in Pistis Sophia 32 erwähnt, während Pistis Sophia 86 von den neun Wächtern der Schatzkammer des Lichtes, welche der höchste der Himmeln in der gnostischen Lehre ist, berichtet. Sogar die Bibel berichtet (Offb. 21:12-13 ), dass zwölf Engel die zwölf Tore des himmlischen Jerusalem bewachen. In dieser Hinsicht entsprechen diese himmlischen Torhüter den Levitischen Pförtnern (Torhüter), die am Tabernakel und am Tempel dienten. [31]

Die Rolle der himmlischen Wächter, die oft auch als „Throne” bezeichnet werden, da sie manchmal als auf Thronen sitzend beschrieben werden, wird in dem Werk aus dem dritten Jahrhundert n. Chr. Apocalypse of Elijah 1:7-11:, beschrieben:

„Deshalb werdet seine Söhne, da er euer Vater ist. Erinnert euch daran, dass er Throne und Kronen für euch im Himmel bereitet hat und sagt ‚Jedermann, der mir gehorchen wird, wird Throne und Kronen erhalten, unter denen, die Meine sind.’ Der Herr sagt ‚Ich will meinen Namen auf ihre Stirne schreiben und ich werde ihre rechte Hand siegeln und sie werden nicht hungern oder dürsten. Noch wird der Sohn der Gesetzlosigkeit über sie herrschen, noch werden sie von den Thronen[32] gehindert werden, sondern sie werden mit den Engeln zu meiner Stadt hinaufgehen.’ Nun, was die Sünder betrifft, sie werden beschämt werden und sie werden an den Throne nicht vorübergehen, aber die Throne des Todes werden sie ergreifen und über sie herrschen, da die Engel sie nicht akzeptieren werden.”[33]

In einem der Nag Hammadi Texte (Second Treatise of the Great Seth), verspricht Jesus, dass die, die ihn annehmen „jedes Tor ohne Furcht passieren werden und in der dritten Herrlichkeit vollendet werden.” [34] Epiphanius, ein Bischof von Zypern aus dem vierten Jahrhundert, zitiert Gospel of Philip wenn er sagt „Der Herr hat mir enthüllt, was die Seele sagen muss, wenn sie in den Himmel aufsteigt und wie sie jedem der Mächte da oben antworten muss. (Against Heresies 36:13).[35] Kapitel 33-40 des Koptischen 1 Jeu beschreibt, wie Jesus die Apostel belehrte in Bezug auf die Siegel, Namen und Codes (Handzeichen), die sie verwenden müssten um die „Beobachter” oder Wächter der verschiedenen Himmel zu veranlassen, die Schleier zu öffnen und ihnen Einlass zu gewähren.[36] Der Bericht in 1 Jeu 33 ist typisch. Er verwendet Leerstellen und Nummerncodes um Material zu verbergen, das nicht enthüllt werden sollte:

Wenn Du an diesen Ort kommst, siegle dich mit diesem Siegel: Das ist sein Name …, während der Code 70331 (?) in deiner Hand ist. Weiterhin sage diesen Namen … dreimal und die Beobachter und die Schleier werden zurückgezogen, bis du zu dem Platz ihres Vaters gehst und er gibt dir (seinen Siegel und seinen Namen) und du durchschreitest (das Tor in seine Schatzkammer) .[37]

Eine andere aufschlussreiche Passage findet man in 1 Jeu 49:

Aber wenn du die sechs Aeonen (Erzengel) erreichst, werden sie dich festhalten bis du das Mysterium der Vergebung der Sünden erhältst, denn es ist das große Mysterium, welches in der Schatzkammer des Innersten des Innersten ist. Und es ist die ganze Erlösung der Seele. Und alle die, die dieses Mysterium erhalten, werden alle die Götter überbieten (übertreffen) und all die Herrschaften dieser Aeonen, welche die zwölf Aeonen des unsichtbaren Gottes sind, denn das ist das große Mysterium des Unerreichbaren, das in der Schatzkammer des Innersten des Innersten ist. Nun, wegen diesem muss jeder Mann, der an den Sohn des Lichtes glaubt, das Mysterium der Vergebung der Sünden erhalten, sodass er vollkommen vollendet wird und vollkommen in allen Mysterien … Und wiederum, wenn alle Pfade gereinigt sind, werde ich dir das Mysterium der Vergebung der Sünden geben und alle seine Einwände und seine Siegel und seine Codes und seine Auslegungen. Ihr selbst, meine Jünger, wenn ihr diese empfangen habt, wenn ihr dabei seid aus dem Körper vorwärts zu kommen, werdet reines Licht werden. Und ihr werdet euch aufwärts beeilen, Einer nach dem Anderen, und vorwärts gehen zu den Plätzen in denen alle die Aeonen verbreitet sind, bis niemand mehr auf den Pfaden ist, bis du die Schatzkammer des Lichts erreichst. Dann werden die Beobachter der Tore der Schatzkammer des Lichts, das Mysterium der Vergebung der Sünden, das du ausgeführt hast und seine Einwände und Vorschriften sehen. Und sie sehen das Siegel auf deiner Stirn und sie sehen den Code in deinen Händen. Dann öffnen die neun Beobachter dir die Tore der Schatzkammer des Lichts und du gehst ein in die Schatzkammer des Lichts. Die Beobachter werden nicht mit dir sprechen, aber sie werden dir [ihre] Siegel geben und ihr Mysterium. [38]

Der Großteil von Kapitel 50 enthält eine Liste der verschiedenen Individuen, die den Individuen ihre Siegel, Mysterien und den Namen der Schatzkammer des Lichts geben werden. In Bezug auf das Ziel der Seele sagt der Text:

Wiederum wirst du in ihr Inneres vordringen, zu dem Rang der Schleier, die vor dem großen Herrscher (König) der Schatzkammer des Lichts vorgezogen sind. Sie werden dir ihr großes Mysterium geben und ihr Siegel und den großen Namen der Schatzkammer des Lichts. Und sie werden zurückgezogen werden, bis du sie überquert hast und in sie eingegangen bist, bis du den großen Mann erreichst, ihn, der der Herrscher (König) dieser ganzen Schatzkammer des Lichts ist, dessen Name Jeu ist. [39]

In einem der Nag Hammadi Texte, der Apocalypse of Paul– (V,2) 23, finden wir den Apostel, wie er Engel an jedem Tor der zehn Himmel trifft, die ihm öffnen, da er vom Heiligen Geist begleitet wurde. Als er am siebenten Himmel ankommt, trifft er auf einen alten Mann, der ihn befragt. Der Geist instruierte den Apostel „Gib ihm [das] Zeichen das du hast und [er wird] für dich öffnen. Und dann gab ich [ihm] das Zeichen … und dann öffnete sich der [siebente] Himmel.” [40]

In einem Mandäischen Text über den Aufstieg der Seele in das Reich des Lichts, wird der Seele gesagt „Oh Seele! Du steigst auf in das Reich des Lichts, warum rufst du nach dem großen und erhabenen Leben? Gib deinen Namen und dein Zeichen, das du von den Wellen des Wassers erhalten hast.” [41]

Die jüdische Lehre hat ähnliche Glaubenslehren. In Hekalot Rabbati 17:1-20:3, passiert der Eingeweihte durch die sieben Tore der sieben Himmlischen Tempel, vorbei an Engeln, deren Namen er angeben muss, während er ein Siegel präsentiert um in die Gegenwart Gottes einzugehen. Die Namen und Siegel, die den Engeln gegeben werden, sind auch in 3 Enoch 48D:5 erwähnt.

In der Pistis Sophia, erklärt der auferstandene Christus wie, als er vom Himmel herunter gekommen war „die Himmel sich öffneten” (Pistis Sophia 4). Während der Himmelfahrt, nach der Auferstehung, als er am Tor des ersten Himmelsbereichs ankam, öffneten sich die Tore und die Einwohner des Himmelsbereichs sahen „das Mysterium ihres Namens” auf seinen Gewändern und waren überrascht, dass er vorübergekommen war, ohne dass sie es wussten. (Pistis Sophia 12). Dieselbe Sache ereignete sich im zweiten Himmelsbereichs (Pistis Sophia 13). Als er zu den Toren und Schleiern der zwölf Aeonen aufstieg, öffneten sich beide vor ihm (Pistis Sophia 14). Er stieg dann zu den Schleiern der dreizehnten Aeon auf und die wurden für ihn aufgezogen. (Pistis Sophia 29)

Eine ähnliche Geschichte finden wir im Bericht über die Vision, die dem Propheten Isaiah zugeschrieben wird, aber von der man annimmt, dass sie in der Mitte des zweiten Jahrhunderts n. Chr. geschrieben wurde. Wir lesen, dass Jesus Engeln Passwörter geben musste, während er durch die sieben Himmel abstieg, um auf der Erde geboren zu werden.

Und die, welche das Tor des (dritten) Himmels bewachten, verlangten das Passwort und der HERR gab (es) ihnen, damit er nicht erkannt werde … Und wieder sah ich, als er in den zweiten Himmel abstieg, dass er da wieder das Passwort gab, denn die, welche die Tore bewachten, verlangten (es) und der HERR gab (es) … Und wieder sah ich, als er in den ersten Himmel abstieg, dass er da wieder das Passwort gab, denen die die Tore bewachten … Und wieder stieg er ab, in das Firmament wo der Prinz dieser Welt lebt und er gab das Passwort zu denen, die zur Linken (waren) … Und ich sah, als er hinabstieg und sich wie einen der Engel der Luft machte … gab er kein Passwort. (Martyrdom and Ascension of Isaiah 10:24-25, 27, 29, 31).[42]

In einigen frühen jüdischen Geschichten, wird das Individuum, das in den Himmel aufsteigt, von einem oder mehreren Engeln herausgefordert, die drohen es zu töten, aber es wird dann doch errettet. So berichtet der Rabbi Ishmael, dass, als er am himmlischen Palast ankam, die Engel in hinauswerfen wollten, aber Gott den Engel Metraton entsendete. „Er ergriff mich mit seiner Hand, vor ihren Augen, und sagte zu mir ‚Komme in Frieden in die Gegenwart des erhabenen Königs`” (3 Enoch 1:1-5).[43]

Das jüdische Zohar, man nimmt an, dass es im dreizehnten Jahrhundert zusammengestellt wurde, enthält viele Elemente, die aus früheren Quellen entnommen wurden. Zohar Leviticus 78b sagt:

Gesegnet sind die Rechtschaffenen in dieser und der nächsten Welt, denn Gott möchte sie ehren und enthüllt ihnen tiefgründige Geheimnisse des Heilgen Namens, den Er nicht den himmlischen Heiligen (Engeln) enthüllt. Und deshalb war es Moses möglich, sich unter diesen Heiligen zu krönen und sie waren nicht fähig ihn anzugreifen, trotzdem sie wie eine brennende Flamme und feurige Kohle waren. Wie sonst hätte Moses unter ihnen stehen können? Als Gott fortfuhr mit Moses zu sprechen, wollte der Letztere seine heiligen Namen wissen, enthüllt oder unenthüllt, jeden in einer passenden Art und Weise und so kam er näher und lernte mehr als jeder andere Mann. Als Moses in die Wolke eintrat und unter die Engel kam, kam einer namens Gazarniel auf ihn zu, mit feurigen Flammen, blitzenden Augen und brennenden Flügeln und versuchte ihn zu verwunden. Da erwähnte Moses einen bestimmten heiligen Namen, der mit zwölf Buchstaben geschrieben wurde, und der Engel war vollkommen verwundert; und so auch mit all die Anderen.[44]

Diese Geschichte scheint auch in Zohar Exodus 58a reflektiert zu werden, wo es sagt, dass, als Moses auf den Berg stieg „ein bestimmter großer Engel, dessen Name nach der Tradition Kemuel ist, und der als Wächter und Anführer von zwölftausend Boten berufen ist, versuchte ihn anzugreifen. Woraufhin Moses seinen Mund öffnete und die zwölf Buchstaben des heiligen Namens sprach, die der Allerheiligste ihn bei dem Busch gelehrt hatte und der Engel zog sich von ihm zurück, auf eine Entfernung von zwölftausend Parsangs. Und Moses ging in der Mitte der Wolke, seine Augen glühend wie feurige Kohlen.” [45]

Einlass in die Gegenwart Gottes

Das ultimative Ziel beim Passieren der himmlischen Wächter ist, in die Gegenwart des Herrn einzugehen, was durch das Durchschreiten von Toren oder Schleiern erreicht wird. In Testament of Isaac 6:4, lesen wir „Dann nahmen sie (die Engel) mich bei der Hand und führten mich zu dem Vorhang vor dem Thron des Vaters.” [46] In dem mittelalterlichen Sepher Hekhalot („Buch der [Himmlischen] Tempel”), berichtet Rabbi Ishmael vor dem Vorhang präsentiert worden zu sein, der vor Gott hängt. [47]

Vergleiche das mit einem Nag Hammadi Text, dem Second Treatise of the Great Seth 58:7-14, das den auferstandenen Christus von denen sprechen lässt „die mich nicht beschämt haben, sie wurden auch nicht beschämt. Da sie sich nicht vor mir gefürchtet haben, werden sie jedes Tor ohne Furcht durchschreiten und werden in der dritten Herrlichkeit erhöht werden.” [48]

Eine abschlie0ende Bemerkung

Lassen sie mich mit einem kurzen Wort über Tempelbelehrungen schließen. Ob im Altertum oder in unseren Tagen, ein Tempelritual wurde immer von aufbauenden Belehrungen begleitet, um zusätzliches Wissen zu vermitteln. Zum Beispiel belehrt uns der Tempel Dinge über die Schöpfung und unsere ersten Eltern, die nicht in den Schriften zu finden sind. Während wir die folgende Passage eines armenischen Dokuments, Concerning the Creation of Adam and the Incarnation of Christ our God 14-31 betrachten, sollten wir daran denken, wie die Geschichte des Falls im Tempel präsentiert wird, im Vergleich zu dem was wir in dem Buch Genesis lesen.

Als Adam gegangen war und im Garten wandelte, sprach die Schlange zu Eva und sagte: „Warum kostest du von allen Bäumen, aber warum kostest Du nicht von diesem Baum, der schön anzusehen ist?” Eva sagte: „Weil Gott sagte ‚Wenn du von diesem Baum isst, wirst du sterben.’” Aber die Schlange sagte: „Gott hat dich betrogen, denn Gott war früher ein Mensch wie du. Als er von dieser Frucht aß, hat er seine große Herrlichkeit erhalten. Das ist, warum er dir gesagt hat, nicht davon zu essen, wenn du [es] isst, wirst du Gott gleich.” Als sie den Rat der Schlange hörte, wollte sie göttlich werden. Sie pflückte eine und aß sofort von der Frucht. Und sofort wurde sie nackt.[49] Nun kam Adam und sah seine Frau nackt [und] er drehte sich um und sprach: „Was ist das, was du getan hast? Warum hast Du von dieser Frucht gegessen und bist nackt geworden?” Eva sagte „Diese Frucht ist besonders süß und geschmackvoll; nimm auch [und] iss.” Sie wollte Adam betrügen. Adam sagte „Soll ich essen und nackt werden wie du?” Und Eva sagte „Ich aß zu viel und wurde dadurch nackt. Iss du nur ein wenig.” Adam sagte „Ich kann es nicht kosten und wie du werden.” Eva sagte „Sogar wenn du zu viel isst, wirst du nicht nackt werden, denn Gott liebt dich.” Als Adam das hörte, nahm er die Frucht in seine Hand, aber er fürchtete sich zu essen. Aber Eva weinte und bat ihn und sagte „Iss und trenne mich nicht von dir. Wenn wir leben, lass uns zusammen leben, und wenn wir sterben, lass uns zusammen sterben.” Adam untersuchte nun die Frucht in seiner Hand ausführlich für drei Stunden. Nun wollte er sie essen und dann wollte er nicht. Aber als er seine Frau betteln und [ihre] Tränen sah, fühlte er Mitleid in seinem Herzen. Wenn er ihre Nacktheit sah, hatte er Angst zu essen. Als er ihre Schönheit sah, wurde er töricht. Trotzdem sie nackt war, war sie gleichwohl schön, denn sie war neu erschaffen und sie glänzte wie eine weiße Perle. Aber Adam, wegen seiner Liebe zu der Frau, konnte sich nicht beherrschen und er aß von der Frucht und streifte sich selbst das Licht ab. (Emphasis added.)[50]

Fußnoten

[1]Als Joseph Smith das Tempelendowment im Mai 1842 einführte, bezeichnete er es als „die Ordnung der Alten der Tage“ (History of the Church 5:1-2), Bezug nehmend auf einen Titel Adam’s (LuB 27:11; 116:1; 138:38). Das deutet darauf hin, dass Tempelzeremonien bis zum Beginn der Menschheit auf Erden zurückgehen.

[2] John A. Tvedtnes, “Olive Oil as a Symbol of the Holy Ghost,” in Stephen D. Ricks and John W. Welch, The Allegory of the Olive Tree (Salt Lake City: FARMS and Deseret Book Company, 1994), 427-459.

[3] Donald W. Parry, Temples in Antiquity (Salt Lake City: FARMS and Deseret Book Company, 1994).

[4] James H. Charlesworth, The Old Testament Pseudepigrapha (Garden City: Doubleday, 1983), 1:791.

[5] Ibid., 1:138-9. Vergleiche mit der Geschichte in Moses 7:2-4.

[6] Ibid., 1:49. 7 /

[7] Der hebräische Text wurde in Adolph Jellinek’s Bet haMidrasch publiziert (orig. 1938; reprint, Jerusalem: Wahrmann, 1967), 3:27-29. Die Englische Übersetzung, die hier verwendet wird, ist von Raphael Patai, The Messiah Texts: Jewish Legends of Three Thousand Years (Detroit: Wayne State University, 1988), 252-53.

[8] Obwohl er die Taufe als Teil der Einführung nicht bespricht, weise ich hin auf William J. Hamblin, “Aspects of an Early Christian Initiation Ritual,” in John M. Lundquist and Stephen D. Ricks, eds., By Study and Also By Faith (Salt Lake City: FARMS and Deseret Book Company, 1990), volume 1.

[9] Montague Rhodes James, The Apocryphal New Testament (Oxford, 1955), 433.

[10] Ibid., 366-67.

[11] Philip Schaff and Henry Wace, eds., Nicene and Post-Nicene Fathers, Second Series (original 1894; reprint, Peabody, Massachusetts: Hendrickson, 1994), 7:146.

[12] Ibid., 7:147.

[13] Ibid., 7:150.

[14] Ibid., 7:152.

[15] Bruce H. Porter and Stephen D. Ricks, “Names in Antiquity: Old, New, and Hidden,” By Study and Also By Faith, edited by John M. Lundquist and Stephen D. Ricks (Salt Lake City: FARMS and Deseret Book Company, 1990), 1:501-522.

[16] E.S. Drower, The Haran Gawaita and the Baptism of Hibil-Ziwa (Vatican: Biblioteca Apostolica Vaticana, 1953), 32.

[17] For a study of this subject, see Todd M. Compton, “The Handclasp and Embrace as Tokens of Recognition,” By Study and Also By Faith, volume 1, edited by John M. Lundquist and Stephen D. Ricks.

[18] James M. Robinson, The Nag Hammadi Library (3rd ed., San Francisco: HarperCollins, 1990), 274.

[19] James H. Charlesworth, The Old Testament Pseudepigrapha, 2:239.

[20] S.C. Malan, The Book of Adam and Eve, also called The Conflict of Adam and Eve With Satan (London: Williams and Norgate, 1882), 85-86.

[21] James H. Charlesworth, The Old Testament Pseudepigrapha, 1:799.

[22] Ibid., 1:798.

[23] Montague Rhodes James, The Apocryphal New Testament, 368-369.

[24] Ibid., 387.

[25] Alexander Roberts and James Donaldson, Ante-Nicene Fathers (original, 1886; reprint, Peabody, Massachusetts: Hendrickson, 1994), 5:107.

[26] For ancient Christian prayer circles, see Hugh Nibley, “The Early Christian Prayer Circle”, BYU Studies 19/1 (Fall 1978): 41-47, reprinted as chapter 3 in Hugh Nibley, Mormonism and Early Christianity (Salt Lake City: FARMS and Deseret Book Company, 1987), 45-99, and Hugh Nibley, Old Testament and Related Studies (Salt Lake City: FARMS and Deseret Book Company, 1986), 158-63, 182-3. For LDS prayer circles, see D. Michael Quinn, “Latter-day Saint Prayer Circle,” BYU Studies 19/1 (Fall 1978): 79-105, and the entries for “Altar” and “Prayer Circle” in Daniel H. Ludlow, ed., Encyclopedia of Mormonism (New York: Macmillan, 1992).
Der Leser sollte aber beachten, dass Todd Compton recht hatte, wenn er schrieb „einige der Beispiele, die Nibley zitiert sind nicht wirklich Gruppengebete, sind nicht Kreise und so weiter, aber da gibt es Ähnlichkeiten mit Gebetskreisen.” (Review of Books on the Book of Mormon 3:?).

[27] Carl Schmidt and Violet MacDermot, The Books of Jeu and the Untitled Text in the Bruce Codex (Leiden: Brill, 1978), 92-98.

[28] Hier ist eine Sammlung von Statements zu diesem Thema von Brigham Young:
„Wirst du unseren Rat befolgen? Ich wiederhole, meine Seele für Jedermanne’s, ( ? d. Übersetzer) wenn sie unseren Rat befolgen, werden sie geradewegs in den Himmel eingehen. Wir haben die Zeichen und Merkmale, um sie dem Pförtner am Tor zu geben und er wird uns einlassen.” (History of the Church 7:240).
„Ich und meine Brüder haben unsere Endowments erhalten, Schlüssel, Segnungen – all die Merkmale, Zeichen und jede vorbereitende Ordinierung, die einem Mann für seinen Eingang in das himmlische Tor gegeben werden kann.” (Journal of Discourses 1:278).
„Wenn wir über das himmlische Gesetz sprechen, das uns vom Himmel enthüllt wird, das ist, das Priestertum, sprechen wir über das Prinzip der Erlösung, einem perfekten System von Regierung, Gesetzen und Ordinierungen, durch welches wir vorbereitet sein können, von einem Tor zum anderen zu passieren und von einem Wächter zum anderen, bis wir in die Gegenwart Gottes eingehen.” (Journal of Discourses 2:139).
„Er hat dich gelehrt, wie du dich selbst reinigen und heilig werden kannst und vorbereitet sein kannst um in sein Königreich einzugehen, wie du von einerm Grad zu einem anderen vorrücken kannst und in der Gnade und dem Wissen der Wahrheit wachsen kannst, bis du vorbereitet bist, in das himmlische Königreich einzugehen; wie du jeden Wächter, Wachmann und Torhüter passieren kannst.” (Journal of Discourses, 2:315).
„All die Reichtümer, Besitz, Herrlichkeit und Glück, die wir jemals im Himmel besitzen werden, werden auf und rund um diese Erde besessen werden, wenn sie, in einem gereinigten und verherrlichten Stand, hinaufgebracht wird, in die Gegenwart Gottes. Und die Gereinigten, die durch das Tor eingehen und an dem Wächter vorbeigehen in das Neue Jerusalem und in die Gegenwart der Vaters und Sohnes, sind diejenigen, die die neuen Himmel ererben werden und die neue Erde in der Gegenwart Gottes, denn hier ist die Ewigekit, die Herrlichkeit und die Macht.” (Journal of Discourses 10:35).
„Die, die für würdig befunden werden, mit dem Vater und Sohn zu wohnen, haben vorher eine Schulung erhalten, die sie für diese Gesellschaft vorbereitet hat; sie wurden vollends bekanntgemacht mit jedem Passwort, Merkmal und Zeichen, die es ihnen ermöglicht haben, die Pförtner an den Toren in das himmlische Königreich zu passieren.” (Journal of Discourses 10:172).
„Es ist absolut notwendig, dass die Heiligen weitere Verordnungen des Hauses Gottes erhalten sollen, bevor diese kurze Existenz zu einem Ende kommen wird, damit sie vorbereitet und vollständig fähig sein mögen, die Wächter zu passieren, die in das himmlische Königreich und die Gegenwart Gottes führen.” (Journal of Discourses 12:163-164).

[29] Hier sind einige dieser Erklärungen: Heber C. Kimball : „Joseph hat uns immer erklärt, dass wir Wächter zu passieren haben werden, die zwischen uns und unserem Vater und Gott aufgestellt sind. Dann, natürlich, werden wir weitergeleitet, von dieser Prüfungszeit zu anderen Prüfungszeiten, oder von einer Dispensation zu einer anderen, von denen, die diese Dispensationen leiteten.” (Journal of Discourses 6:63).
Orson Pratt: „Wir werden uns an allem erfreuen, das auf unser Häupter gesetzt wurde und durch das Priestertum und Zeichen und Merkmale die enthüllt wurden, hervorkommen, in der ersten Auferstehung und passieren die Wächter und die Götter, die stehen, um den Weg ewigen Lebens aufrechtzuerhalten.” (Journal of Discourses 8:106).
Orson Hyde: „Ich sage euch, Joseph hält die Schlüssel und niemand kann in das himmlische Königreich kommen, ohne an ihm vorbeizukommen. Wir sind ihn nicht losgeworden, sondern er steht da als Wächter, hält die Schlüssel des Königreich Gottes und da sind viele von ihnen an seiner Seite. Ich sage euch, wenn wir an denen vorüber gehen, die unter uns waren und uns am Besten kennen und ein Recht darauf haben, uns am Besten zu kennen, möglicherweise können wir an allen anderen Wächtern vorbeigehen, soweit das nötig ist, oder soweit wir es wünschen. Aber ich sage euch, der Kniff wird bei denen liegen, die unter uns gelebt haben, neben uns gestanden haben, unseren Geist gewogen haben, uns getestet haben und uns erprobt haben; da wird es, aus meiner Sicht, einen Kniff brauchen, um an denen vorbeizukommen. Vielleicht werden die Anderen sagen, ‚wenn Bruder Joseph mit dir zufrieden ist, kannst du passieren. Wenn es ihm recht ist, ist es mir auch recht.’” (Journal of Discourses 6:154-5).

[30] Vergleiche die sieben Stufen zu Gott, erwähnt in Questions of Ezra A:19-21.

[31] 1 Chronicles 9:17-27; 15:18; 16:38, 42; 26:1-19; 2 Chronicles 8:14; 23:4-5, 19; 31:14; 34:13; 35:15; Ezra 2:42, 70; 7:7, 24; 10:2?; Nehemiah 7:1, 45, 73; 10:28, 39; 11:19; 12:25, 45, 47; 13:5. Die Mannschaften und Offiziere, die von den Hauptpriestern geschickt wurden, um Jesus zu verhaften, waren unzweifelhaft levitische Wächter.

[32] Die Throne sind die der himmlischen Heerscharen (cf. Colossians 1:16 und viele frühe Christliche pseudepigraphische Werke). Daher, um in den Himmel aufsteigen zu können, muss man diese Engeln „passieren”.

[33] James H. Charlesworth, The Old Testament Pseudepigrapha, 1:736-37.

[34] James M. Robinson, The Nag Hammadi Library, 366.

[35] Cited in Montague Rhodes James, The Apocryphal New Testament, 12.

[36] Der Ausdruck „Beobachter” wird in beiden, der Bibel und den pseudepigraphische Werken, verwendet, um himmlische Wächter um den Thron Gottes herum zu kennzeichnen.

[37] Carl Schmidt and Violet MacDermot, The Books of Jeu and the Untitled Text in the Bruce Codex, 83. In 2 Jeu 44 werden einige der Namen und Siegel nur gegeben, wenn jemand an den verschiedenen himmlischen Toren ankommt.

[38] Ibid., 117-119.

[39] Ibid., 122.

[40] James M. Robinson, The Nag Hammadi Library, 259.

[41] Werner Foerster, Gnosis: A Selection of Gnostic Texts, translated by R. McL. Wilson (Oxford: Clarendon, 1974), 2:247.

[42] James H. Charlesworth, The Old Testament Pseudepigrapha, 2:174.

[43] Ibid., 1:255-256.

[44] Maurice Simon and Harry Sperling, The Zohar (New York: Rebecca Bennet Publications, 1958), 5:86.

[45] Paul P. Levertoff, Maurice Simon, and Harry Sperling, The Zohar (New York: Rebecca Bennet Publications, 1958), 3:180.

[46] James H. Charlesworth, The Old Testament Pseudepigrapha, 1:909.

[47] Der Hebräische Text wurde in Adolph Jellinek’s Bet haMidrasch publiziert 5:187.

[48] James M. Robinson, The Nag Hammadi Library, 366.

[49] Das heißt, entkleidet aus dem himmlischen Gewand in das Adam und Eva vor dem Fall gehüllt wurden. Die Geschichte ist weit verbreitet in der frühen jüdischen und christlichen Literatur. Siehe die Besprechung in meinem, in Kürze erscheinenden “Baptism for the Dead in Early Christianity.”

[50] W. Lowndes Lipscomb, The Armenian Apocryphal Adam Literature (Armenian Texts and Studies 8) (Philadelphia: University of Pennsylvania, 1990), 262-264.

 

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Last Updated November 07, 2009
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